Was so alles mit unseren Steuergeldern passiert …

14. Juli 2017 0
669 Hits
0

Eine Menge Kapitalisten liegen uns auf der Tasche.

Hier im Lande dürfen ebenfalls ausländische Firmen fleißig Millionengelder abkassieren. Zunächst fließen unter dem Deckmantel »Schaffung neuer Arbeitsplätze« ordentlich Subventionen für ihre deutschen Niederlassungen, danach folgen enorme Steuererleichterungen (zahlen die hier überhaupt Steuern?). Und wenn dann alles Machbare an Zuwendung auf dem Rücken der deutschen Steuerzahler restlos ausgeschöpft wurde, muss plötzlich aufgrund von Gewinnverlusten das Unternehmen geschlossen und/oder erneut hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden. Rechtschaffenden Menschen ereilt unschuldig die Arbeitslosigkeit, weil diese Herrschaften wie die Heuschrecken erst Kahlfraß betreiben, und anschließend das Weite suchen. Was haben wir bloß für Politiker, die solches Parasitentum unterstützen?

Aus etlichen abgehauenen Unternehmen picken wir nur mal die Schließung des Handywerkes von NOKIA in Bochum heraus. NOKIA kassierte von Bund und Land Subventionen in Höhe von achtundachtzig Millionen Euro. Das Land forderte eine Rückzahlung von sechzig Millionen Euro Subventionen, da das Unternehmen Zusagen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in Bochum nicht eingehalten hat. NOKIA war bereit, vierzig Millionen Euro zurückzuzahlen … Weiß jemand, was und ob letzten Endes gezahlt wurde? Oder wurde wieder ein Füllhorn mit vielen Millionen Euros Steuergeldern verschenkt? Und nebenbei gingen über zweitausend Arbeitsplätze verloren. Wenn alle Einwohner hier im Lande den Geist der Solidarität verinnerlicht hätten, würde kein Mensch mehr ein NOKIA-Handy kaufen.

Sack voll Geld auf dem Rücken
Bildurheber: ximagination

Finanzexzesse durch elektronisches Geld der Privatbanken

Dann gibt es da noch die Finanzjongleure, die Firmen aufkaufen, ausschlachten, und nach einer Zeit mit Profit wieder veräußern. Arbeitsplatzerhalt und Zahlung fairer Löhne spielen dabei absolut keine Rolle. Angestellte werden zum Spielball von Finanzexzessen. Hier geht es ausschließlich um hohe Renditen. Das sind internationale Finanzgeschäfte (siehe WMF, bisher dreimal verkauft), die mit realer Wirtschaft nichts mehr zu tun haben. Konkurrenten werden aufgekauft und die Aktien steigen. Gewinner sind nur die Aktionäre! Das globale Casino boomt besonders nach der Finanzkrise 2008, und aufgrund der Niedrigzinspolitik. Geld will mehr Geld verdienen. Es wird so viel von Liberalisierung gesprochen, was ein Irrweg ist, da es dabei ausschließlich um Interessenpolitik der Kapitalisten geht. Und was die EZB anbetrifft, die fördert mit ihrer Politik ausschließlich Großunternehmen. Die Geldflut saniert Banken und hilft Reichen extrem reicher zu werden. Aufgrund der Geldschöpfung erhalten private Banken auf Knopfdruck elektronisches Geld. Sie müssen bei der Kreditvergabe das Geld nicht mehr real im Tresor als Sicherheit haben. Das Recht muss ihnen genommen werden! Banken müssen wieder dahin zurück, dass sie nur mit Geld arbeiten dürfen, das sie auch wirklich selber haben! Die Spielbankmentalität mit ihren Manipulationen auf allen Seiten muss ein Ende haben! Die Wertevernichtung sorgt für Milliardendeals, was in einem regulierten Finanzsystem unmöglich wäre. Diese massive Erkrankung des globalen Finanzsystems muss schleunigst wieder auf gesunde Beine gestellt und staatlich kontrolliert werden! Sonst wird es bald nur noch eine Handvoll extrem reicher Menschen geben, und der Rest der Welt versinkt in Armut auf einem absterbenden Planeten.

Das mit politischer Unterstützung gewachsene System belohnt diejenigen, die auf Kosten anderer gigantische Gewinne machen. Man könnte es Raubtierkapitalismus nennen, nur wäre das eine Beleidung den Tieren gegenüber. Denn die würden sich weder überfressen, noch aus Unersättlichkeit Artgenossen niedermetzeln und dahinvegetieren lassen.

Geldberg und Schubkarren mit Geld
Bildurheber: Nikolay Krutikov

Arbeitende Bürger, Rentner und Kleinanleger sind die Verlierer.

Hunderttausende haben durch die Finanzkrise viel Geld oder sogar ihre Altersvorsorge verloren, und Sparer verlieren auch weiterhin Milliarden durch die absurde Niedrigzinspolitik der EZB. Und damit nicht genug, werden sie durch die explodierenden Immobilienpreise, die nur durch Spekulationen mit Immobilien ermöglicht werden, gesponsert durch billige Kredite der Banken, außerhalb der Stadt in Randgebiete verbannt, da sich kaum einer die hohen Mieten in den Städten leisten kann. Die dadurch unaufhörlich wachsende Zahl der Berufspendler, muss die langen Wege entweder mit den oft unzuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, oder mit dem Auto das tägliche Stauchaos und Dauerbaustellen über sich ergehen lassen. Ist man dann endlich vor Ort, darf man die mangelhafte Verkehrsplanung der Städte ausbaden. Die Sucherei nach einem Parkplatz kostet Zeit und Nerven. Tiefgaragen und Parkhäuser werden scheinbar nur für gut verdienende Bürger gebaut. Hier wird den Bürgern sehr viel Lebenszeit abverlangt. Hauptsache, die Vermögenskonzentration findet uneingeschränkt da ganz oben statt.

Komisch ist doch auch, das deutsche Unternehmen von ausländischen Konzernen aufgekauft/übernommen werden und dann über kurz oder lang schließen … (Aktuell: Wella, Hünfeld – von Amerikanern übernommen – 380 Arbeitsplätze weg.)

Hoffen wir, dass der Verkauf von Opel an den französischen Autokonzern PSA Peugeot Citroën, nicht zum Desaster für die Mitarbeiter wird. Wenn Deutschland wirklich ein reiches Land wäre, warum wird dann ein deutsches Großunternehmen schon wieder an einen ausländischen Konzern verkauft? Gab es hier keine Interessenten/Retter? Ist der Ausverkauf des Gütesiegels »Made in Germany« an internationale Unternehmen, die Unfähigkeit deutscher Manager und Erben, das was ihre Ur-Großväter aufgebaut haben, zu erhalten? Oder ist es nur krankhafte Raffgier? Schaun wir mal, wie viele verlorene Arbeitsplätze wir bald auffangen müssen …? Und was für eine Steuererleichterungslawine vom Käufer erwartet wird …? Sind die Macher in Deutschland ausgestorben?

Rentnerpaar mit wenig Geld
Bildurheber: Birgit Reitz-Hofmann

Apropos Steuererleichterungen … Was wird uns der Abgas-Skandal (nicht nur bei VW) kosten, wenn VW die Rückrufaktionen und Bußgelder als Kosten bzw. Verluste geltend macht, und weniger, oder keine Steuern zahlen muss? Das geht nicht sagen Sie? Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren, weil so etwas hinter verschlossenen Türen auf höchster Ebene ausgehandelt wird. Schaun wir mal, ob es ein »staatliches Reinwaschen für den Vertrieb von Dreckschleudern gibt« … Hemmschwellen sind bei diesen Herrschaften nicht vorhanden. Wie könnten sonst Manager derart betrügen? Zum Dank kassieren sie sogar weiterhin horrende Summen bis zum Lebensende, für ihr schmutziges, verantwortungsloses Vorgehen.
Wenn die Autoindustrie der größte Steuerzahler in Deutschland wäre, könnte man ja noch ein bisschen Begünstigung verstehen. Aber hier sind nur Lobbyisten am Werk, die ihre eigenen Interessen mit politischem Augenzudrücken durchsetzen, und ihre Macht demonstrieren. Dabei werden durch diese Umweltvergiftung der Schutz und die Gesundheit der Bürger mit Füßen getreten. Die Amerikaner sind da härter und setzen gewaltige Strafen durch! Und hier bei uns? Geschädigte Käufer werden alleine gelassen und müssen zusehen, wie sie zu ihrem Recht kommen.
Wie viel Schutz erhalten diese Umweltsünder noch? Wer glaubt da noch an ein faires Rechtssystem in Deutschland? Gilt Härte nur für das Fußvolk, und die Großganoven werden in unserem Rechtsstaat gepampert, erhalten Streicheleinheiten und Sonderrechte? Hier sind nicht nur hohe Gefängnisstrafen längst überfällig, sondern die Haftung, Entschädigung und Wiedergutmachung der Verantwortlichen mit ihrem gesamten Vermögen!

Dieser Sumpf kann nur mit einem sehr harten Grundsatzurteil rigoros trockengelegt werden. Das wäre gerecht und würde dem Grundgesetz wieder Bedeutung geben, und die Bürger an Recht und Ordnung glauben lassen! Wie soll man sonst einem kleinen Angestellten erklären, der fristlos entlassen wurde, weil er ein belegtes Brötchen des Arbeitgebers gegessen hatte, und mittlerweile von Hartz-IV leben muss, dass diese Großbetrüger ihr Luxusleben ohne einschneidende Konsequenzen weiterführen dürfen? Oder gehören diese Herrschaften nicht zum Deutschen Volk, und leben in jeder Hinsicht geschützt auf einem Feudalplaneten?

Abgase

Auszug aus dem Grundgesetz: I. Die Grundrechte

Artikel 1 – (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Artikel 2 – (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Artikel 3 – (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich …

Wirklich? Viele Millionen Menschen beweisen das Gegenteil!

  • 12 Millionen Bürger sind Bedürftige, bzw. leben unter der Armutsgrenze, sind sozial benachteiligt – mit steigender Tendenz!
  • 5,9 Millionen Hartz-IV-Bezieher, darunter 4 Millionen Erwerbsfähige!
  • 1,5 Millionen Bürger gehen zur Armenküche bzw. Tafel, um nicht zu verhungern, darunter eine große Anzahl Rentner und Kinder!
  • In Deutschland wächst jedes 4. Kind an oder unter der Armutsgrenze auf!
  • 300.000 Menschen sind obdachlos und ohne Krankenversicherung!
  • Über 500.000 Rentner erhalten bereits Grundsicherung, bzw. eine Aufstockung zur Rente. Jeder 5. erhält Unterstützung durch die eigenen Kinder.
  • Hunderttausende unschuldig Entlassene, ältere Arbeitswillige und Langzeitarbeitslose bekommen keine adäquate Arbeit!
  • Mittlerweile ist jeder 5. Beschäftigte in Deutschland ein Niedriglohnempfänger! Arbeitgeber sorgen für massiven Zuwachs!
  • Von 2,3 Millionen Solo-Selbständigen verdient rund ein Drittel weniger als 1.100 Euro im Monat!

Wer spricht da von Gleichheit und einem reichen Deutschland?

Grundgesetzbuch

Bildurheber

  • sack-voll-geld-auf-dem-ruecken: ximagination

Hinterlasse einen Kommentar

  Anmelden  
Benachrichtigen Sie mich zu: