Was können wir den Medien eigentlich noch glauben?

13. Oktober 2017 0
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Um es vorweg zu nehmen: Glauben …? Es ist fast unmöglich geworden, zu unterscheiden, was sind wahre Nachrichten und was sind gefilterte, manipulierte Berichte.

Wir leben in einer lauten, bunten Welt. Wir lassen uns beeinflussen durch Fernsehen, Internet, Radio und Zeitungen. Überall und ständig werden wir beschallt und mit Reklame zugemüllt. Straßen sind mit Plakaten oder Anzeigenwände verunstaltet. Von der zunehmenden Werbeflut bei den Öffentlich-Rechtlichen Sendern ganz zu schweigen (wofür zahlen wir eigentlich noch GEZ-Gebühren?). Uns werden Dinge aufgetischt, die angeblich bedeutsam sind, bzw. denen die Medien eine Bedeutung zubilligen. Das Resultat sind oft Angst, Verwirrung und Verunsicherung über Prioritäten und Werte. Letzten Endes haben wir keine Ahnung, wer die wirklichen Strippenzieher im Hintergrund sind, die ihre unbelehrbaren Mitläufer und Erfüllungsgehilfen vorschicken, die sich gefälligst in ihrem Sinne „durchzubeißen“ haben.

Politischer Hund
Urheber: nuvolanevicata

Erhalten wir heutzutage überhaupt noch glaubwürdige Informationen? Oder geht es hauptsächlich darum, alles zu tun, um abzukassieren und die Verängstigung der Menschen zu schüren? Wichtige Medienkanäle sind in der Hand von einigen wenigen, sehr mächtigen Unternehmen. Sie bestimmen maßgeblich, worüber und wie berichtet und wo ein Beitrag platziert wird. Da sie profitorientiert arbeiten, sind ihre Entscheidungen von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst, wenn nicht sogar beherrscht. Oft werden profitmindernde Berichte nicht gebracht.

In den Medien geht es viel um Politiker und politische Sachverhalte. Herrschende Kräfte wollen die Öffentlichkeit für bestimmte Personen oder einen bestimmten politischen Kurs gewinnen. Und da die Medien auf Informationen von Regierungsseite angewiesen sind, arbeiten beide immer wieder Hand in Hand. Wie kann man bei diesem bestehenden Interessenkonflikt noch davon ausgehen, dass Nachrichten unparteiisch und wahrheitsgetreu publiziert werden?

Selbst wenn Fakten hieb- und stichfest sind, liegt es im Ermessen des Journalisten, wie er sie darstellt. Welche Informationen sollen in den Bericht aufgenommen werden, welche nicht? Damit Berichte publikumswirksam sind, lassen Journalisten oft Details weg, durch die Probleme oder ungelöste Fragen in den Blickpunkt gerückt würden. So wird manches aufgebauscht, anderes wiederum heruntergespielt, und somit sich der Manipulation bedient.

Besonders von der Boulevardpresse werden gerne Geschichten frei erfunden, die geglaubt und weiterverbreitet werden. Weil man es glauben will, den Nervenkitzel genießt, seine Vorurteile gerne pflegt und meint, die geheimen Strippenzieher zu entlarven.

Letztendlich werden uns alle Nachrichten aus zweiter Hand serviert. Uns sollte zudem bewusst sein, dass 60 bis 70 % der Mediennachrichten von Nachrichtenagenturen bezogen werden. Findet eine gründliche Überprüfung der gelieferten Informationen überhaupt statt? In den meisten Fällen werden diese Nachrichten unverändert übernommen, ohne dass hinterfragt wird, egal wie absurd oder tendenziös eine Meldung erscheinen mag.

profit
Bildurheber: Le Moal Olivier

Auf der einen Seite hören wir von Medienmacht … Pressefreiheit … und freiem Informationsfluss. Auf der anderen Seite von gekauften Journalisten, die als willige Marionetten den Interessen von Politik, Wirtschaft und Hochfinanz dienen, in deren Kreisen Korruption, Betrug und Volksverdummung scheinbar an der Tagesordnung sind. Da fragt man sich als Bürger: Was bleibt von unserer Demokratie Gutes über? Welche Werte zählen noch? Wenn Medien, Wirtschaft, Politik und Hochfinanz ungestraft machen können was sie wollen, ist das Demokratiegerede dann nur ein Deckmantel, um freie Wahlen propagieren zu können, um danach so eigennützig weiterzumachen wie bisher? Demokratie heißt faktisch, die Anerkennung, dass wir, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind!

Nichtsdestotrotz gibt es jede Menge Erfreuliches in unserem Lande! Warum berichten die Medien nicht darüber? Sind die mittlerweile so Lobbyhörig, sensationslüstern und Auflagen- bzw. Quotengierig, aber unfähig, den Menschen wenigstens hin und wieder ein bisschen Hoffnung zu vermitteln? Tag für Tag werden wir mit Negativ-Nachrichten überschüttet. Positive Gegebenheiten bleiben außen vor. Wir lehnen es nicht ab, Negatives zur Kenntnis zu nehmen, weigern uns aber uns dem zu unterwerfen!

bezahlte berichterstattung
Bildurheber: file404

Die Medien toben sich seit langem auch bezüglich »Demografischen Wandel«, also das Älterwerden, so richtig aus. Das Geschäft mit dem Alter ist nicht nur für die Versicherungen zum Jungbrunnen und zur unerschöpflichen Geldquelle geworden.
Schlagzeilen/Berichte in die Welt zu setzen, ohne zu recherchieren, nachzufragen oder Verantwortung für ihr Geschreibsel oder das Gesagte zu übernehmen, ist gelinde gesagt eine Sauerei. Was die so alles behaupten … Und leider glauben nach wie vor viel zu viele Leser, Hörer und Zuschauer ungefiltert an das, was ihnen vorgesetzt wird. Märchenbücher unserer Zeit. Horrorgeschichten. Meinung statt Fakten, durchtränkt mit Werbung, Werbung, Werbung. Halten die etwa alle Bürger/innen für beschränkt und schmerzfrei? Oder sind wir wirklich zu einer verrohten, blasierten, tumben, schaulustigen und rücksichtslosen Konsumgesellschaft geworden?

Hochgespieltes Dauerthema ist die Klage über die Überalterung der Gesellschaft, oft mit aggressivem Unterton. Alte Menschen und der »Demografische Wandel«. Berichterstattung nicht selten mit bewusstem Negativ-Touch. Geht uns gehörig auf die Nerven! Dass wir eine älter werdende Gesellschaft haben, mit ansteigender Tendenz, ist natürlich für unsere Politiker so völlig überraschend, wie jedes Jahr ihre Diätenerhöhungen und Weihnachten. Es ist bereits seit Jahrzehnten abzusehen! Und genauso lange wird das Thema in sämtlichen bisherigen Regierungen ignoriert, verschleppt, missachtet, und fristet ein Hinterzimmerdasein.

In früheren Zeiten wurden die Alten hoch geschätzt. Sie waren der Reichtum eines Volkes. Das Volk benötigte ihr Wissen, um gut leben zu können. Wir brauchen heute in unserer Gesellschaft ein neues Gespür für die Weisheit des Alters.
Nicht wir Alten sind das Problem! – Wir lassen uns auch nicht dazu machen! Das Problem ist, dass es weit und breit keinen lösungswilligen Entscheider gibt, den es interessiert, WARUM die Älteren zunehmen? Das hat nicht nur mit dem verbesserten Gesundheitswesen zu tun.

Zum Beispiel, warum werden zu wenige Kinder geboren? Aus Egoismus? Verantwortungslosigkeit? Angst? Allgemein ist nicht mehr die Aussage: »Ich will Kinder«, sondern die Frage ist: »Kann und will ich mir Kinder leisten«? Das finden wir Alten sehr schade, die ihre Kinder oft unter den einfachsten Bedingungen, und ohne üppige staatliche Geldgeschenke, großgezogen haben. Kinder sind keine Konsumware, die man sich leistet oder nicht! Darüber wird nicht geschrieben. Wurfprämien, Elterngeld und Eigennutzhilfen werden das Problem nicht lösen. Andere europäische Länder haben hervorragende Lösungen. Warum werden die bei uns nicht umgesetzt? Wenn schon Europa, warum nicht das Erprobte, den Einwohnern zugutekommende Einrichtungen, von anderen Ländern übernehmen? Müssen unsere deutschen Politiker auf Kosten der Steuerzahler wieder und wieder das Rad neu erfinden?
Bundesweit ausreichende und kostenlose (bis 100.000 Euro Jahreseinkommen) ganztägige (Klein-) Kinderbetreuungsplätze und Ganztagsschulen, in denen nahrhaftes Essen gereicht wird (und keinen krankmachenden Fertigfraß), wo Gesundheitserziehung, Kochunterricht und umfangreicher Sportunterricht erneut Hauptfächer werden. Und vor allen Dingen optimalere Bildungsmöglichkeiten. Ein Schulsystem, was die Lust zum Lernen fördert, und die Brücke von der Schule zum Beruf schlägt, sowie sich dem Fortschritt anpasst. Dafür müssen die Schulen nicht nur umfangreich saniert werden, sondern die Anzahl kompetenter Lehrer/innen muss erheblich aufgestockt werden, und eine harte praxisnahe Lehramtseignungsprüfung (durch Schüler?) stattfinden. Nicht alle, die einen pädagogischen Stempel erworben haben, sind fähig, gute wie auch widerstandsfähige Lehrer zu sein. Weiterhin werden massenhaft bezahlbare Wohnungen für Familien benötigt. Und mit der Bezahlung von gerechten Gehältern/Löhnen hinkt man immer noch hinterher, von der unsozialen Arbeitspolitik ganz abgesehen.
Professionelle Politik wäre es auch, wenn endlich der Behördenirrsinn, und die Überregulierungen abgeschafft, und Genehmigungszwänge reduziert werden würden.

Das sind nur einige Beispiele für Wege zum Ziel. Die Finanzierung wäre ein Leichtes, wenn, alle in Deutschland arbeitenden Bürger ihre Steuern und Sozialabgaben zahlen würden. Weiterhin endlich Steuern auf Spekulationsgewinne verabschiedet werden, Kapitalerträge, Vermögen, große Barerbschaften, Managergehälter und Bonis richtig versteuert werden würden, und wenn der Wahnsinn der staatlichen Subventionen, Zuschüsse, Steuergeschenke und Großunternehmerförderungen ein Ende hätten. Für ein gerechteres, transparentes und nachvollziehbares Steuersystem wären die Bürger ebenfalls mehr als dankbar. Raus aus dem Steuerdschungel und für Steuergerechtigkeit sorgen. Die Steuer- und Abgabenlasten sind für geringe und mittlere Arbeitseinkommen zu hoch, und für Spitzeneinkommen zu niedrig.
Welche Spitzenpolitiker kommen nur auf die absurde Idee, dass Besserverdienende bereits bei einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro beginnen? Was bleibt denn letzten Endes Netto davon übrig, wenn die überhöhten Steuern, Zwangsabgaben, kaum noch zahlbare Miete und Lebenshaltungskosten davon abgehen? Sehr wenig!!! Da sollte man mal drüber nachdenken und seine Rechen-Hausaufgaben machen! Wenn wir wirklichkeitskundige Politiker hätten, würden diese die Sätze mindestens bei 80.000 Euro für Singles und das Doppelte für Verheiratete ansetzen.

Eine Menge Handlungsbedarf ist gefordert. Leider weit und breit keine ganzheitlich denkenden Praktiker in Sicht, die diese lösbaren Probleme angehen. Lieber verliert man sich in Lobbyzuarbeit, unterstützt Sozialallergiker, verteil großzügig Subventionen und dient sich als Sozialamt der Welt an. Und der deutsche arbeitende Steuerzahler muss zahlen und zahlen und zahlen …

Menschen auf einem Berg voll Geld
Bildurhebr: Igor Zakowski

Warum werden solche akuten Probleme nicht auch einmal ausführlich über längere Zeit in den Medien behandelt? Dabei müssen Bürger und Bürgerinnen zu Wort kommen! Und NICHT mehr die uns bisher vorgesetzten selbsternannten Experten!

Die Prophezeiung (Panikmache) in den verschiedensten Medien, die sich bedauerlicherweise in vielen Köpfen bereits verankert hat: »Im Alter müssen wir mit Einschnitten, Nachteilen, Gebrechen, Hindernissen etc. etc. rechnen«, ist nicht gerade motivierend dagegen anzusteuern, und regt uns auf. Wer versucht solchen Blödsinn in die Köpfe zu programmieren? Was soll das? Auf der einen Seite ist das bezüglich Rentenbezüge eine Problemverschiebung unfähiger Politik auf dem Rücken der Bevölkerung, und auf der anderen Seite Angstmache mit Eventualitäten. Was da nicht so alles an kostenintensiven Vorsorgemittelchen und Lösungen gleichzeitig mit angeboten werden …

Dass wir mit über Sechzig … Siebzig … nicht mehr Aerobicmäßig wild herum hüpfen können wie mit Zwanzig, der Körper an Beweglichkeit verliert und nicht nur die Finger etwas steif werden, ist uns bewusst. Wir werden zwar älter, aber keinesfalls dümmer! Es ist richtig und wichtig, dass wir ein paar Eventualitäten durchdenken und festhalten sollten – was mache ich wenn …? Jedoch damit rechnen, geschweige denn einplanen? Würde uns nur enorme Lebenslust kosten! Und die überteuerten, angepriesenen (viel Geld, kein Nutzen) Mittelchen geben keine Garantie für ein gesundes Altern. Wir jammern nicht über Gebrechen, die noch nicht eingetroffen sind, bzw. überhaupt nicht geschehen müssen. Wenn es eventuell irgendwann einmal auf uns zukommen sollte, dass wir wirklich nicht mehr so können wie wir es gerne möchten, sollten wir zwar vorgebeugt haben (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Testament, Notfallakte), doch uns bis dahin nicht verrückt machen! Wir reden hier im Moment nicht von der finanziellen Altersvorsorge, die rechtzeitig sein muss.

Selbst Konfuzius meint:
»Ziehe dir erst die Schuhe aus – wenn du vor dem Wasser stehst,
und nicht schon Meilen vorher!«

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  • bezahlte-berichterstattung: file404

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