Abwarten ??? Ohne eigenes TUN gibt es keine Veränderung!

20. Oktober 2017 0
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Ohne Moraldebatten in Politik und Wirtschaft, ohne Friedensverinnerlichung und einen flächendeckenden Mentalitätswandel, auch im Volke, wird es keine weiträumigen Veränderungen geben. Demokratie und Freiheit können nicht als selbstverständlich betrachtet – oder nur die Verantwortung dafür den Politikern oder ANDEREN zugeschoben werden. Demokratie heißt: Die Anerkennung, dass WIR, sozial genommen, alle füreinander verantwortlich sind! Demokratie hat nichts, absolut nichts mit Gewalt zu tun! Aber mit Nichtstun auch nicht! Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir unseren Teil zu Lösungen beitragen, uns mitverantwortlich fühlen und handeln. Jeder von uns kann das Seine zu positiven Veränderungen dazutun. Sei es in der Familie, im Job, in seinem Umfeld oder im Lande.

Was TUN SIE, damit eingenistete Missstände und unsoziale Politik in Deutschland beseitigt werden? Oder gehören Sie zu denen, die nichts sehen, hören und sagen wollen? Lieber Wegschauen, Überhören, Schweigen, Ignorieren, Hinnehmen, gefallen lassen …?

Bloß sich aufregen, meckern oder auf Internet-Plattformen polemisieren, zeugt nicht von Engagement selber etwas zu verändern.

Fragen, denken, machen! Was tust Du?
Bildurheber: convisum

Bisher haben wir u. a. über (Alters-) Armut, Rentensystem, Politiker, Ungleichheit, Medien, Arbeitsmarktzerfall, soziale Gerechtigkeit, Krankenkassen, Altersvorsorge, Privatisierungen und Steuern berichtet. Viele haben uns geschrieben, uns ihr Leid geklagt, und dabei oft die Schuld bei anderen gesucht. Das Bewusstsein für die eigene Verantwortung war nicht zu erkennen. Etliche nahmen unsere Beiträge zum Anlass, ihr Leben aktiv selber in die Hand zu nehmen und etwas zu TUN, und nicht mehr andere für ihre Lebensqualität verantwortlich zu machen.

Sie haben uns geschrieben, dass Sie sich unter anderem über Versicherungen, Krankenkassen, Rentenbeiträge, Zwangsabgaben und hohe Steuerzahlungen ärgern. Klar, solange wir die steigenden Beiträge bezahlen herrscht eitle Freude. Aber wehe es kommt zu Schadensfällen, Behandlungen, Rentenauszahlungen, Umsatzverlusten, Notlagen etc. … Dann wundern wir uns und stellen fest, dass wir jahrelang Systeme finanziell unterstützt haben, die gemachte Zusagen, unter dem Deckmantel »Sozialverhalten«, nach Belieben für sich günstig anpassen. Uns wird überdies das Gefühl vermittelt, Bittsteller oder gar Übeltäter zu sein, wenn wir auf Regulierung bestehen. Wir wollen unser Recht einfordern – können wir nicht sagen, da dieses nach Gutdünken gedreht, gewendet, verbogen und geändert wird. Wir zahlen und haben weniger Geld, an Empfänger, die für sich Vermögen bilden und uns gegenüber nicht einhalten was sie versprechen.

An unsere Politiker: Steuern, Sozialabgaben und alle Zwangsabgaben sind nicht Gottgegeben! Vielmehr ist es anvertrautes, von Menschen oft hart verdientes Geld, das die Verpflichtung mit sich bringt, dieses im Sinne und zum Wohle des gesamten Volkes zu verwalten und kontrolliert auszugeben. Es sind weder Spenden, noch Geldgewinne, noch Spielgeld! – Sondern Einnahmen, die nicht willkürlich vergeudet, an privilegierte Gruppen und Minderheiten verteilt, oder zweckentfremdet verschleudert werden dürfen. Banken-, Euro- und Griechenlandrettung, Nullzinspolitik, Sozialbetrug, Herabsetzung und Besteuerung der Renten, Plünderung der Rentenkassen, Abzocke bei Altersvorsorge- und Direktversicherungen, unsoziale Arbeitsverhältnisse … Der Widerstand der Bevölkerung wächst langsam aber stetig … Wir lassen uns nicht weiter ausbeuten!

friedliche Demonstration
Bildurheber: Yuliya Kutska

Sie fragen sich, werden arbeitende, steuer- und sozialversicherungszahlende Menschen bestraft und Sozialschmarotzer fürs Nichtstun und Betrügen belohnt? Halt! Stopp! Bitte keine Pauschalierung! Blauäugigkeit, blindes Vertrauen und demütiges Hinnehmen bringen auf Dauer nichts Gutes. Üble Folgen sind mitunter unausweichlich.

Widerlegen Sie die Meinung: »Der Deutsche hat einen Gendefekt, der kann sich nicht wehren«. Leisten Sie gewaltlosen Widerstand, indem Sie ab sofort Ergebenheit und Vertrauensseligkeit ablegen, verstärkt aufpassen, Gerüchteresistent sind, Behauptungen infrage stellen, den Dingen auf den Grund gehen, überprüfen, Widerspruch einlegen, wenn‘s sein muss mehrmals, Briefe/Mails schreiben, und notfalls über Rechtsberatungen Prüfungen einfordern. Deshalb ist eine Rechtsschutzversicherung sehr wichtig. Manchmal reicht schon die Angabe der Deckungszusage, oder der Hinweis einer Veröffentlichung im Netz, um die Gegenseite zum Handeln zu bewegen.

»Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt.«
(Ralph Waldo Emerson, 1803-1882)

Nebenbei bemerkt: Überlegen Sie, welche Versicherungen Sie wirklich brauchen. Kündigen Sie überflüssige Versicherungen, oder wechseln immer mal wieder zu unterschiedlichen Anbietern. Gilt ebenso für andere Dienstleister, solange Sie sich genauestens über Vor- und Nachteile informiert haben, insbesondere, wenn Sie per Internet abschließen! Zumindest sollten Sie Angebote anfordern, damit Sie vergleichen können, ob Sie noch einen fairen Preis bezahlen, – also Kosten-Nutzen-Leistungsverhältnis prüfen. Altkunden zahlen überwiegend mehr als Neukunden.

Machen - nicht warten !
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Keine Angst oder Hemmungen vor dem Gang zum Sozialamt. Wenn Ihr Geld zum Leben nicht ausreicht, erkundigen Sie sich nach der Grundsicherung. Wenn sich Ihr gesamtes Einkom­men bzw. Ihre Rente im Rahmen 832 … 773 … Euro bewegt (oder noch weniger), sollten Sie sich vergewissern, ob Sie Anspruch auf Sozialhilfe haben. Und daran denken, vorbereitet hinzugehen! Nehmen Sie alle Dokumente mit, die Sie haben, und machen Sie eine Aufstellung Ihrer Kosten, die Sie anhand Ihrer Unterlagen nachweisen können.

Wenn Sie Grundsicherung bekommen, fragen Sie nach weiteren Beihilfen. Zum Beispiel: Zuschuss zur Krankenversicherung, Wohngeld, Befreiung der Rundfunkgebühr, ermäßigte Telefongebühren und einiges mehr (muss alles beantragt werden).

Auf die schönen Seiten des Lebens verzichten, nur weil man eine kleine Rente hat? Muss nicht sein. Profitieren Sie von den Rabatten für Senioren (Bahnfahrten, Theater, Kino, Ausstellungen, Reisen, Restaurants etc.). Wichtig ist dabei, dass Sie Ihren Personal- und Rentenausweis mithaben und vorzeigen, den Sie mit dem endgültigen Rentenbescheid automatisch zugesandt bekommen. Sollten Sie einmal den Rentenausweis verlieren, können Sie kostenlos einen neuen bei der Rentenversicherung beantragen.

Wenn Sie sich ärgern, oder Fragen haben, oder Hilfe brauchen, ist Handlungsbedarf gefragt. Bleiben Sie ruhig und freundlich. Sprechen Sie das aus, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Man kann über alles reden und seine Meinung sagen. Hilft das nicht, und Sie fühlen sich im Recht, sehen aber kein Weiterkommen, dann folgt der nächste Schritt, dass Sie sich wehren. Wenn Sie das nicht alleine schaffen, holen Sie sich Hilfe.

»Jeder macht mit Ihnen nur das, was Sie sich gefallen lassen,
wenn Sie blind, schweigend, taub und ergeben
durch Ihr wertvolles Leben gehen.
«

Ältere Dame frustriert, ratlos
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