2 Was machen unsere vom Volk gewählten Vertreter (noch) für das Volk?

24. November 2017 0
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Teil 2      (Teil 1)

JAMAIKA bleibt wohl ein Inselstaat in der Karibik … Wäre doch ein wunderbarer Ruhesitz für unfähige Politiker in unserem Lande … Oder? Weit weg, um weiteres Versagen dem Volke zu ersparen.
Ja, wer hätte das gedacht, dass sich unsere Politiker noch nicht einmal im kleinen Kreis zum Wohle eines Landes einigen können? Wenn es nach dem Wahlergebnis ginge, müssten CDU und SPD eine Koalition bilden, wenn sie Wahlen ernst nehmen würden. Tun sie aber nicht! Sie kochen wieder ihr eigenes Süppchen à la »Partei- und persönliche Machtinteressen« – und machen weiter mit »Made in Germany, Politik im Eigenbau«. Die SPD verdrückt sich mit einer falschen Interpretation des Wahlergebnisses in die Opposition. Die FDP (keine Wählermehrheit!) läuft nach wochenlangen Gesprächen davon. Die Grünen (keine Wählermehrheit!) vermitteln zumindest den Eindruck des guten Willens zu einer Zusammenarbeit. Ja und die CSU? – Fühlt sich scheinbar nur für Bayern zuständig …
Was sollen wir Bürger/innen davon halten? Sind das neue politische Spielchen? Unglaubwürdigkeit, Versagen und Unfähigkeit sind das Ergebnis! Supertolle Publicity, die in die Welt hinausgeht … und diese „starken“ Politiker der Lächerlichkeit preisgibt.

Schaun wir mal, ob sich doch noch Macher finden (wo haben sie sich versteckt?), die sich für ein gerechteres, baustellenfreies Deutschland einsetzen, und für soziale Gerechtigkeit im Lande sorgen – und fähig sind, endlich eine Regierung zu bilden, die Probleme hier wahrnimmt und zeitnah beseitigt!

Fahren wir mit unseren Baustellen in Deutschland fort:

3.  Bildung für alle kostenlos! Wir werden neue Kompetenzen brauchen!

Unser Bildungssystem ist alt und marode. Eine Zumutung für Lehrkörper und Schüler, und eine Blamage für Deutschland. Bundesweit ausreichende (bis 100.000 Euro Jahreseinkommen kostenfrei) ganztägige Kinderbetreuungsplätze und Ganztagsschulen mit optimalen Bildungsmöglichkeiten sind seit Jahren überfällig. Außerdem ein Schulsystem, was die Lust zum Lernen fördert, die Brücke von der Schule zum (digitalen) Beruf schlägt und sich dem Fortschritt anpasst. Dafür müssen die Schulen nicht nur umfangreich saniert und ausgebaut werden, sondern die Anzahl kompetenter Lehrer/innen (die ebenfalls die digitalen Technologien beherrschen müssen) muss erheblich aufgestockt werden, und eine harte praxisnahe Lehramtseignungsprüfung stattfinden. Nicht alle, die einen pädagogischen Stempel erworben haben, sind fähig, gute wie auch widerstandsfähige Lehrer zu sein. Vom Kindergarten bis zur Universität brauchen wir themenorientiertes Lernen und Fertigkeiten fürs Leben, und nicht wahllos angeeignetes Wissen. Bundesweit einheitliche Lehrpläne und Förderung für begabte Kinder, wie auch für Kinder mit Lernschwierigkeiten, wären ein guter Schritt. Kinder, die ein mangelhaftes Deutsch sprechen, gehören in einen separaten Unterricht, bis sie das entsprechende Klassenniveau erreicht haben. Das nimmt u. a. den Stress von den Kindern und Lehrkräften. Weiterhin sollten Politik, Gesundheitserziehung, Kochunterricht und umfangreicher Sportunterricht erneut mit zu den Hauptfächern gehören. Ebenso muss ein nahrhaftes Essen gereicht werden (und kein krankmachender Fertigfraß).

4. Unternehmenshaftung: Unternehmen und Banken dürfen nicht gegen, sondern müssen für die Menschen arbeiten.

Unternehmen: Werden wir es noch erleben, dass Manager mit ihrem Vermögen haften müssen, wenn sie eine Firme gegen die Wand fahren und betrügen? Wieso Pleitenverursacher und Großbetrüger einen Freifahrtschein im Sumpf der „Rechtsfreiheit“ haben, und keinerlei Verantwortung übernehmen müssen, bleibt ein Geheimnis von Politik und Justiz. Diese „Unberührbaren“ ziehen sich zum Lohn für Betrug und Unfähigkeit, mit dicken Pensionen und unvorstellbaren Prämien in ihre Luxusbauten zurück.
Jeder kleine Unternehmer muss mit allem haften was er hat. Landet mitunter im Gefängnis, weil er seine Steuerschulden nicht mehr bezahlen kann. Wieso ist das bei Großunternehmern und Managern in Deutschland nicht so? Sie hinterlassen verbrannte Erde und Tausende von Arbeitslosen. Sie laufen davon, haben weder ein Gerechtigkeits- noch ein Ehrgefühl, sondern benehmen sich wie armselige Profitgeier, die sich auf dem Rücken anderer Menschen bereichern.
Gerechtigkeit wäre, wenn hier endlich klare Haftungsregeln geschaffen werden! Weiterhin, wenn die Unternehmen endlich ihre Steuern in Deutschland bezahlen würden, wenn sie hier ihre Gewinne erzielen. Die Steuerhinterziehung u. a. durch Verschachtelung von Firmen in aller Welt, ist ein Skandal, und muss ein Ende haben!

Banken: Ist es nicht sonderbar, dass ausgerechnet die reichen Banken in Form der Rettungsschirme Milliarden Eurobeträge forderten und erhielten, während für dringend notwendige landesweite Sanierungen kein Geld da ist? Und anschließend wird noch dreister weitergemacht als zuvor. Neue Gewinnspiele und dicke Bonis sprudeln wie eh und je. Das ist an Verlogenheit und Bürgerausbeutung nicht mehr zu überbieten. Nicht das arbeitende Volk hat die Finanzkrise verursacht, sondern die Gier unersättlicher Kapitalisten. Eine gewissenlose Spezies, die das Ausnehmen und Hereinlegen von Mitbürgern als Wirtschaften betrachtet, und mit windigen Geschäften die Weltwirtschaft an den Rand der Katastrophe gesteuert hat. Und dafür werden sie mit unseren Steuergeldern noch hoch belohnt!
Den arbeitenden Normalbürger hätte man für etliche Jahre, ohne Bewährung, wegen volksschädigendem und wirtschaftskriminellem Verhalten ins Gefängnis gesperrt.
Das globale Casino boomt besonders nach der Finanzkrise 2008, und aufgrund der Niedrigzinspolitik. Geld will mehr Geld verdienen. Es wird so viel von Liberalisierung gesprochen, was ein Irrweg ist, da es dabei ausschließlich um Interessenpolitik der Kapitalisten geht. Und was die EZB anbetrifft, die fördert mit ihrer Politik ausschließlich Großunternehmen. Die Geldflut saniert Banken und hilft Reichen extrem reicher zu werden. Aufgrund der Geldschöpfung erhalten private Banken auf Knopfdruck elektronisches Geld. Sie müssen bei der Kreditvergabe das Geld nicht mehr real im Tresor als Sicherheit haben. Das Recht muss ihnen genommen werden! Banken müssen wieder dahin zurück, dass sie nur mit Geld arbeiten dürfen, das sie auch wirklich selber haben! Die Spielbankmentalität mit ihren Manipulationen auf allen Seiten muss ein Ende haben! Die Wertevernichtung sorgt für Milliardendeals, was in einem regulierten Finanzsystem unmöglich wäre. Diese massive Erkrankung des globalen Finanzsystems muss schleunigst wieder auf gesunde Beine gestellt und staatlich kontrolliert werden! Sonst wird es bald nur noch eine Handvoll extrem reicher Menschen geben, und der Rest der Welt versinkt in Armut auf einem absterbenden Planeten.
Die Banken müssen auch wieder zurück zu den Existenzgründern, Solo-Selbständigen, Kleinunternehmern und Handwerkern. Wenn die eine finanzielle Durststrecke überbrücken müssen, oder Kunden-, Auftrags- oder Einnahmenverlust haben, sind die Türen der Banken noch zubetoniert. Ebenso bleiben die Bankentüren für Jungunternehmer/innen, die Mehrwert für die Gesellschaft schaffen wollen, verschlossen. Bei diesen Startups kommen die preiswerten Kredite nicht an. Verweigerungstaktik der Banken. Allein Großinvestoren erhalten billiges Geld von der Bank, damit die Entfesselung der Geldwirtschaft exzessiv weiter betrieben werden kann.

Geldberg und Schubkarren mit Geld
Bildurheber: Nikolay Krutikov

5.  Digitalisierung: Die digitale Revolution birgt Chancen und Risiken.

Die tiefgreifende Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft durch die Digitalisierung verlangt nicht nur eine flächendeckende, leistungsfähige digitale Infrastruktur mittels Glasfasertechnologie, sondern auch klare Regeln. Wir brauchen eine Institution, die Regeln setzen und deren Einhaltung durchsetzen kann. Das gilt für die Nutzung von persönlichen Daten, ebenso wie für die Strafverfolgung von digitalen Verbrechen.
Digitale Geschäftsmodelle müssen in einen global gültigen regulatorischen Rahmen eingebettet werden, der jedem Bürger die Souveränität über seine Daten garantiert und die Gefahr begrenzt, dass sich der Staat zu einem Überwachungsstaat entwickelt, der die Entfaltung der nächsten Generationen behindert.
Vom Industriezeitalter in die digitale Welt hat natürlich auch seine Schattenseiten. Desto schneller die Digitalisierung fortschreitet, desto schneller gehen Arbeitsplätze verloren. Das enorme Tempo werden Unternehmen natürlich für ihre Zwecke ausnutzen. Was bringt uns da privat z. B. ein schnelles Netz, wenn wir keine Arbeit mehr haben? Zehntausende von bereits verlorengegangene Arbeitsplätze sind mit den neu entstandenen und noch entstehenden Unternehmen nicht aufzufangen. Zumal viele Unternehmen weiterhin in der ganzen Welt produzieren lassen, statt in Deutschland.
Die Mächtigkeit der Technologien nimmt immer mehr zu, ohne dass wir Einblick haben, was zum Beispiel in Robotern wirklich alles eingebaut wird …
Auf der einen Seite wird uns in gewissen Bereichen das Leben enorm vereinfacht, und wir genießen den wachsenden Komfort. Auf der anderen Seite passiert das Ganze ohne Rücksicht auf Verluste, Auswirkungen und Langlebigkeit. Menschen, Tiere, Umwelt und unser Planet haben den damit verbundenen Raubbau auszubaden.
Was bringt uns also dieses digitale Zeitalter an Fortschritt, Mehrwert und Lebensqualität? Erleichterung in unser Leben, oder langsame Verblödung, weil wir immer weniger nachdenken müssen? Arbeitsentlastung und neue Arbeitsplätze, oder zunehmende Arbeitslosigkeit? Wachsende Kommunikationsbereitschaft, oder wird das miteinander Reden bald verstummen? Beherrscht die künstliche Intelligenz lediglich nutzbringende Technik/Maschinen, oder schon unzählige Menschen?
Das (Arbeits-) Leben in der digitalen Welt gerät mehr und mehr zur Abhängigkeit. Wir genießen eine Menge Vorteile, müssen uns aber ebenso mit den Nachteilen, der Kriminalität, Verflachung, Vergesslichkeit und Vereinsamung auseinandersetzen.

Digitale Welt
Bildurheber: Ella Grynko

Fortsetzung folgt

Weitere Themen:
Klima, Umweltverschmutzung, Ressourcen- und Landraub
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Waffenlobby, Frieden
Gesundheitssystem, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie

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