Was nicht alles so im Namen des Glaubens angerichtet wurde und wird …

16. November 2017 0
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»Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten, und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das Land.« (Desmond Mpilo Tutu)

Egal welche Religion, egal welcher Glaube, egal ob man ihn Gott, Allah oder anders nennt. Jeder soll nach seinem Glauben leben und glücklich werden. Aber keiner hat das Recht, anderen Menschen seine Religion vorzuschreiben. Wer meint, seine eigene Interpretation aus „Bibel, Koran o. a.“ mit Gewalt, Krieg, Missbrauch und Mord den Menschen aufzwingen zu müssen, hat keinen Glauben. Sondern sucht nur Gründe, seine Gier nach Macht, Mord- und Ausbeutung auszuleben. Wer nämlich einen Glauben hat und danach lebt, kennt keine Gewalt! Führt keinen Krieg! Missbraucht keine anderen Menschen! Mordet nicht!

»Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar. Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein, mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.«
(Dalai Lama)

Im Namen Gottes so vieles passiert, schon immer, zu allen Zeiten,
im Namen des Glaubens – Gewalt regiert, die Wunden werden nie heilen.
Der Missbrauch der betrieben wird, auf Kosten Millionen von Menschen,
so mancher Geist ist schon verwirrt, wo sind des Wahnsinns Grenzen?

Mehr Tote als in all den Kriegen, so grausam viele sind verreckt,
im Namen Gottes sie dort liegen, die Kirche hat sie nicht versteckt.
Das Mäntelchen Barmherzigkeit, wird von euch gern benutzt,
kein Papst in seiner Heiligkeit, hat sich für uns beschmutzt.

Hört auf mit Macht das zu bekommen, was heute nicht mehr einfach ist,
lebt selber erst mal wie die Frommen, NUR Beten ist die Lösung nicht.
Ihr seid nicht selbst der liebe Gott, und habt kein Recht auf Macht und Zwang,
bald glaubt man euch nicht mehr ein Wort, ihr geht am Abgrund schon entlang.

Was wollt ihr noch mit Angst erkaufen? Die Zeiten sind schon lang vorbei,
als man euch wirklich alles glaubte, doch heute sind Gedanken frei.
Ein jeder soll glauben, an das was er will, die Kirche hat keinerlei Rechte,
eine Macht auszuüben, einen kirchlichen Drill, denn ihr seid Gottes Knechte.

Mit Angst spielt ihr schon viel zu lang, Jahrhunderte Macht missbraucht,
viel Reichtum hat es euch gebracht, die Menschen ihr beraubt.
Verbrechen, die auch heut noch sind, verschleiert ihr durch Schweigen,
das alles geht nach eurem Sinn, – egal, wenn Menschen leiden.

Politisch habt ihr Rückendeckung, kassiert viel Geld von da und dort,
mager ist dabei die Leistung, gerne eignes Süppchen kocht.
Kirchensteuer, Zwangsabgaben, – Subventionen oben drauf,
gebt das Geld mit vollen Händen, gerne für euch selber aus.

Solange man euch nicht vertrauen kann, laufen die Menschen euch fort,
es liegt allein in eurer Hand, was ist für euch noch Gottes Wort?
Mischt euch nicht mehr in Dinge ein, die Ehe, Familie, Politik überlebt,
ihr Kirchenmänner nur Laien seid, und Theorie doch nur versteht.

Ihr seid verstaubt, wollt etwas halten, was lange schon verloren ist,
ihr müsst den Glauben neu gestalten, weil sonst der Wolf die Schafe frisst.
Helft da, wo man euch wirklich braucht, lasst Menschen zu euch sprechen,
nicht mehr auf Teufel kommt doch raus, einen anderen Glauben brechen.

Die beste Werbung, die was taugt, ist Ehrlichkeit, Vertrauen,
ein jeder, wenn er wieder glaubt, wird gern zum Himmel schauen.
Sicher gibt es auch noch Fromme, die leben, so wie Gott es will,
die helfen, pflegen, nichts bekommen, doch das ist ein recht selt’nes Bild.

Der Glaube ist tief in mir drin, ich muss es doch nicht zeigen,
wahres Helfen macht nur Sinn, ganz still und sehr bescheiden.

Wilhelmine 1992

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