Traurig, aber wahr: Tierschutz funktioniert in Deutschland besser als der Kinderschutz.

14. September 2017 0
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Der Bundesrat hat am 22.09.2017 abermals kurzfristig das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen von seiner Tagesordnung abgesetzt.

Auf der einen Seite werden Tiere gequält, es wird Qualzucht und Massenbetrieb praktiziert. Die Tiere leiden durch des Menschen Hand, damit er immer mehr billiges Fleisch essen kann. Der Aufschrei nach besserem Tierschutz ist nicht zu überhören. Keine Frage, hier ist mehr Handlungsbedarf gefordert.
Auf der anderen Seite lieben wir unsere (nur Haus-?) Tiere sehr, nehmen sie als Familienmitglied auf, sind im Tierschutzverein und tun alles, damit unsere Lieblinge gesund bleiben und sich wohl fühlen.
Man sagt, wenn die Zuchtbetriebe und Schlachthäuser aus Glas wären, oder jeder Mensch selber das Tier schlachten müsste, was er verspeist, würde kaum einer noch Fleisch essen.
Sind alle Tierfreunde und Tierbesitzer Vegetarier – oder beschränken sich zumindest auf den Sonntagsbraten?
Dem deutschen Tierschutzverband angeschlossen, gibt es in Deutschland über 700 Tierschutzvereine und weit über 500 Tierheime (private wie staatliche Initiativen). Im Tierschutzbund sind über 800.000 Mitglieder. Nicht einmal die Hälfte gibt es an Verbänden, Organisationen oder Kinderschutzvereinen in Deutschland! Dem Kinderschutzbund gehören nur 50.000 Menschen an, und bei Amnesty International nur 90.000. Und davon ist die Mehrheit der Initiativen für Kinder in den Entwicklungsländern tätig.

Sind Tiere wichtiger als unsere Kinder, da mehr Wert auf Tierschutz gelegt wird? Dass in Deutschland Kinderarmut verbreitet ist, und Kinder gibt, die gequält und misshandelt werden, durch des Menschen Hand, scheint keinen sonderlich zu interessieren. Kinderarmut umfasst nicht nur materielle Bedingungen wie das Einkommen der Eltern, sondern auch Faktoren wie den Zugang zu frühkindlicher Förderung, Bildung, Freizeitmöglichkeiten oder Gesundheit, Nahrung und Sicherheit. Arme Kinder sind öfter von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung bedroht, und brauchen unseren Schutz und Perspektiven für ein besseres Leben – überall auf der Welt – aber auch in Deutschland!
Für den Schutz und die Förderung aller Kinder in dieser Welt wird sich engagiert, fleißig gesammelt und gespendet, was völlig OK ist. Aber dabei dürfen wir die Kinder im eigenen Land nicht vergessen! In Deutschland wächst bereits jedes 4. Kind an oder unter der Armutsgrenze auf! Vorsichtig geschätzt gibt es 1,5 Mio. Kinder in Deutschland, denen die Möglichkeit genommen wird, sich frei zu entwickeln, weil sie die angebliche „Chancengleichheit“ durch ihre Ausgrenzung nicht wahrnehmen können.

Glückliches Paar küsst Labrador
Bildurheber: Wavebreak Media Ltd

Kinder sind die Saat unseres Seins  –  Wilhelmine 1992

Die Saat unseres Seins sind die Kinder, ohne sie stirbt die Menschheit aus.
Existenzangst im Alter sie lindern, sie sind unser Schatz im Haus.
Doch wie haben wir uns gewandelt, ein Kind wird zum Gegenstand
ob ja oder nein wird verhandelt, die Kinderliebe verschwand.

Das Wichtigste ist heute Reichtum, ein Haus, ein Auto, viel Geld.
Wer spricht denn hier von Nichtstun? Wir spenden für Kinder der Welt.
Wir nehmen nichts mit in die Erde, Vermögen ist kalt, kann vergeh‘n.
Das Leben hat ewige Werte, wenn Kinder am Sterbebett steh‘n.

Die Gesellschaft ist schrecklich geworden, egoistisch, beschränkt und gemein.
Das Haustier ist bestens geborgen, wir sind ja im Tierschutzverein.
Aber Kinder sind nicht gern gesehen, in Wohnsilos sperrt man sie ein.
Kein Spielplatz, wohin soll‘n sie gehen, wo bleibt der Kinderschutzverein?

Besenkammer – Kinderzimmer, der Hof, der Park, es ist zu laut.
Verbote werden immer schlimmer, Kinder sind nicht mehr erlaubt.
Wo bleibt der Schutz der Kinder, der Platz für Spiel und Sport?
Sind wir denn alles Schinder, ihr schickt sie immer fort.

Die grüne Wiese ist für Hunde, Tretminen liegen weit und breit.
Wo gehen Kinder ihre Runde? Zerstören oft aus Einsamkeit.
Das Luxusdenken unserer Zeit, kein Raum mehr für Erziehung.
Das Streben nach Bequemlichkeit, die Angst – bloß keine Bindung.

Ein Kind ist heute Hindernis, wer welche hat der weiß
mit Kindern man sehr glücklich ist, doch die Gesellschaft kostet Schweiß.
Oft heute in der Zeitung steht, gequält, missbraucht, ermordet.
Nur wenn es um die Tiere geht, kämpft man und macht sich Sorgen.

Wo ist der Kindergartenplatz, Betreuung, Hort und Lehrer?
Ihr habt die Note mangelhaft, ihr dummen Selbstzerstörer.
Macht Spieloasen überall, bestimmt nur für die Kinder
hier toben sie, ohne Gefahr, ob Sommer oder Winter.

Und wenn ihr Kinder schreien hört, vom Monstrum Mensch geschlagen
auch wenn es eure Ruhe stört, steht auf, helft schnell, verklagen.
Das Kind muss nicht auf einen Thron, doch ihr müsst es beschützen
für jedermann sich Hilfe lohnt, sie sind die Zukunfts-Stützen.

Kümmert euch um euren Nachwuchs, – Medien sind kein Ersatz!
Nur ihr bestimmt, ob Mensch ob Auswuchs, das Spiegelbild ihr „Großen“ schafft.
Kinder, Zukunft, ihr gestaltet, Rente, Pflege und das Heim
ob Kapital ihr gut verwaltet, entscheidet ihr doch nur allein.

Wenn ihr alt seid, krank und schwach, sucht die Schuld nicht bei den Jungen.
Wenn nur Unglück euch bewacht, ist das Leben EUCH misslungen.
Was ihr nicht sät, könnt ihr nicht ernten, Erziehung, Liebe ist ein Muss,
die Kinder doch von euch nur lernen, die Umwelt ist nicht alles schuld.

Gebt Liebe, Zeit und Zärtlichkeit, ein Nest mit sehr viel Wärme.
Sonst müsst ihr später Einsamkeit mit großen Schmerzen lernen.

Verbote über Verbote - Hunde sind willkommen, Kinder nicht!
Bildurheber: yarruta

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