Liebes Leben, wir wollen einfach nur mal Hallo sagen …

8. Dezember 2017 0
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Die Vorweihnachtszeit ist eine schöne, besinnliche Zeit. Sentimental und nachdenklich lässt so mancher das Jahr Revue passieren. Nie wird eine Stimmung so ausgenutzt wie zu Weihnachten, wo die meisten Menschen dafür empfänglich sind, für Andere etwas tun zu wollen. Es gibt Unmengen an Aufforderungen, Geld für die Kinder in der Welt und andere karikative Zwecke zu spenden. Da ist im Grunde genommen überhaupt nichts gegen einzuwenden, wenn man dabei nicht die Menschen, insbesondere die Kinder und Armen, im eigenen Land vergessen würde. Ist diese ganze Spenderei nur die Beruhigung eines schlechten Gewissens, weil Geld zu spenden einfacher ist als sich persönlich einzusetzen? Das muss jeder für sich selber beantworten. (Wer spricht denn hier von Nichtstun … ich spende schließlich für Kinder in der Welt, an den Tierschutzverein, an das Rote Kreuz etc. etc.)

Wir LEBEN – und das ist gut so!
Was wir aus unserem Leben machen, liegt zwar nicht immer, aber größtenteils in unserer Hand. Das was wir in Wirklichkeit beeinflussen und schaffen können, ist um etliches größer, als viele Menschen glauben. Gemeinsamkeit macht stark, wenn man bereit ist aufzustehen, zu helfen, und sich für Problembeseitigungen einsetzt.

Als zum Nachdenken anregenden Lesestoff, haben wir noch einmal ein paar unterschiedliche Zeilen aus dem zeitkritischen Gedichtsband von 1992 »Wilhelmine« herausgesucht. Urteilen Sie selber, ob sich seit 1992 hier im Lande etwas verändert hat. Wir glauben ja, weil wir eine Menge Baustellen dazubekommen haben, die nach Problembeseitigung schreien.

Was tun wir für unsere Welt?
Was tun wir denn für unsere Welt, die den meisten nicht mehr gefällt?
Was tun wir denn aus eigener Kraft, was eine schöne Welt uns schafft?
Was tun wir denn um Not zu lindern, was hinterlassen wir den Kindern?
Was tun wir denn die Welt zu pflegen, Menschen, Tiere, Umwelt hegen?
Was tun wir denn gegen Gleichgültigkeit, Gewalt, Krieg, Not und Einsamkeit?

Wer keinen Sinn für Andere hat, frisst sich am eignen Ego satt.
Wird irgendwann alleine sein, die Gier die Erben nur verzeih‘n.

Morgen wird alles anders sein …
Wir leben im Heute, was gestern war, ist vorbei,
schon machen sich Wünsche für morgen breit.
Bewusst heut genießen, des Lebens sich freu’n,
erst morgen zu handeln, ist verschwendete Zeit.

Wir alle sind das, was man Menschen nennt,
WIR sorgen dafür, dass die Welt schön brennt.
Ist der Mensch etwa tot und das Monstrum lebt?
Uns ist es egal, wie die Erde bebt.
Schlimmer geht’s immer, was geht es uns an?
Wir sorgen für Nachwuchs, wer kann der kann.

Es gibt Dinge, die ich hasse, an den Kopf ich oft mich fasse.
Auf die Frage bloß »warum«, keine Auskunft, man bleibt dumm.
Chancengleichheit, Menschenrechte – Hohn du lachst mich schallend aus,
jagst mich, wenn ich Fragen stelle, einfach aus dem Haus hinaus.
Wer schützt uns denn vor den Despoten, die da machen was sie woll’n,
lassen wir uns von den Herrschern, etwa wehrlos überroll‘n?

Wer trägt die Schuld an Wohnungsnot, kein Arbeitsplatz und Sorgen,
an Hunger, Krieg und Umwelttod, Verbrechen an das Morgen?
An Kinderelend, Altenarmut, schlechten Lohn und Gier?
Wenn wir nicht endlich etwas tun – dann sind‘s am Ende wir.
Wer lädt uns denn Probleme auf, und läuft dann selber weg?
Nach draußen stets ein großes Maul, im Innern geht es schlecht.
Des Übels Wurzel ist gewachsen, – Jahr für Jahr für Jahr,
für Mächtige im ganzen Land, läuft alles wunderbar.
Probleme werden nicht gelöst, weil dauernd man auf Nieten stößt.
Solange die Gier nach Macht besteht, ein Teil der Menschen zugrunde geht.
Es fehlen doch überall Idealisten, die diesen versauten Stall mal ausmisten.
Die Probleme auch einmal analysieren, sich nicht in Schuldzuweisung verlieren.
Ein Vorbild, ein Kopf dem man folgen kann, ist das was fehlt im deutschen Land.
Der uns nichts vormacht und begreift, die Zeit des Schlafens ist vorbei.

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