Ich bin der Boss! Führungsqualitäten lassen seit Jahren zu wünschen übrig …

2. November 2017 0
171 Hits
0

Der beste Kopf im Unternehmen, sollte nicht der Briefkopf sein. Wie kommt es, dass Manager in Deutschland so oft missverstehen, was ihre eigentlichen Aufgaben sind? Sie kassieren horrende Gehälter und Prämien! Für was? Weglaufen, wenn Verantwortung tragen und Lösungen gefragt sind?

An der Spitze stehen heißt zu dienen, und nicht zu herrschen! Heißt ebenfalls nicht, Firmen ausbluten zu lassen und sich persönlich zu bereichern! Auch Profilneurosen auszuleben, hat nichts mit einem kompetenten und nachhaltigen Führungsstil zu tun. Eine der Kernkompetenzen ist Charakter!!! Sie wissen was das ist???

Es herrscht enormer Unmut über „Führungsqualitäten“ in Deutschland. Es ist ein seit vielen Jahren zu beobachtendes Desaster. Scheinbar lernen Führungskräfte nicht, was Führung ist. Denn es gibt mehr schlechte als gute, mehr überforderte als souveräne, mehr emotional unausgeglichene als ausgeglichene, mehr inkompetente als kompetente, mehr unsoziale als soziale Persönlichkeiten, mehr unsortierte als sortierte, mehr schweigsame als kommunikative, mehr Profitjunkies als ökonomisch und ökologisch denkende Führungskräfte. Da fragt man sich, wie sind diese „Führer“ an ihren Platz gekommen?

Der wichtigste Erfolgsfaktor eines Unternehmens ist nicht das Kapital oder die Arbeit, sondern die richtige Führung und gute Mitarbeiter. Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen, und genügend Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.

Wer es in den Chefetagen immer noch nicht begriffen hat: Notorische Bedenkenträger, Profitjunkies und Nachhaltigkeitsverweigerer handeln ruinös, und gehören nicht in Führungspositionen. Die Raffgier muss ein Ende haben. Leider ist Deutschland mit solchen fehlgeleiteten Managern und rücksichtslosen Ausbeutern bereits unterlaufen.

Der Chef

Das kommt leider auch heute noch allzu oft dabei raus, wenn Frauen einen verantwortungsvollen Job suchen … Männer wollen nach wie vor ihre „erkämpfte
Machtposition weder abgeben noch teilen.

Prima, habe ich anfangs gedacht, endlich ein Mann der sich traut,
doch noch ein Chef, es hat geklappt, Chance, ich weiß es genau.
Neu ist die Arbeit, ich mache sie gut, Monat für Monat vergeht,
Erfolg haben wir, und auch den Mut, mal neue Wege zu geh‘n.

Die Mitarbeiter ziehen mit, ein unschlagbares Team,
so richtig sind wir jetzt im Tritt, der Umsatz steigt wie nie.
Die Arbeit macht uns allen Spaß, wir kommen immer weiter,
Vertrauen, Fairness unser Maß, das Klima stimmt uns heiter.

Ich will gern gute Arbeit tun, ganz ehrlich und korrekt,
bin hier nicht um mich auszuruh‘n, das hat den Chef erschreckt.
Er wollte keinen klugen Kopf, nur einen verlängerten Arm,
mit schönen Worten er gelockt, befehlen will der Mann.

Der Streit ging los, so manches Mal, der Willkür ausgesetzt,
mein Kopf der ist zum Denken da, sein Lügen mich verletzt.
Egal, wenn er die Firma linkt, er hat nur ein Bestreben,
dass seine eigene Kasse stimmt, korrupt – das ist sein Leben.

Er hat das Glück ist im Konzern, die Wege sind unendlich,
die Narrenfreiheit nutzt er gern, sein Boss schläft tief und friedlich.
Er spielt sein Spiel, schon altbewährt, auf Mitarbeiterkosten,
er sorgt schon, dass man’s nicht erfährt, sitzt fest auf seinem Posten.

Was wir hier leisten ihm missfällt, nur er will immer glänzen,
der Firma bringen wir viel Geld, Erfolg – er will ihn canceln.
Flexibel wie Beton der Mann, wir kommen nicht mehr weiter,
blockiert wo er blockieren kann, verurteilt uns zum Scheitern.

Es ist entsetzlich, aber wahr, wer Macht hat, ja, der zählt,
ich hatte keine andere Wahl, als zähneknirschend geh‘n.
Dies ist bestimmt kein Einzelfall, es gibt noch Diktatoren,
mehr als die Wirtschaft tragen kann, bin ich zu spät geboren?

Jana Hofen

Big Boss
Bildurheber: Akaradet Chomyong

Bildurheber

  • Mann mit viel Geld in der Tasche: Валерий Качаев

Hinterlasse einen Kommentar

  Anmelden  
Benachrichtigen Sie mich zu: