Der Heimkehrer – Eine alltägliche, wahre Geschichte in unserer Zeit

30. November 2017 0
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Bevor Sie sich heute Abend vor dem Einschlafen in ihre kuschelige Bettdecke hüllen, sagen Sie einfach mal Danke, wenn Sie liebevolle Menschen um sich haben, die auch im Notfall für Sie da sind.

Wir können die Menschen nicht ändern, aber wir können mithelfen, indem wir mehr Verständnis für diejenigen haben, die anders sind als wir.

Die nachfolgende Geschichte ist nur eine von unzähligen Beispielen für Achtlosigkeit. Helfen Sie mit, dass Menschlichkeit niemals durch Gleichgültigkeit verdrängt wird!

Der Heimkehrer

Ein Soldat kam endlich nach Hause, nachdem er im Vietnamkrieg gekämpft hatte. Von San Francisco aus rief er seine Eltern an:
»Mutter, Vater, ich komme nach Hause, doch ich muss euch um einen Gefallen bitten. Ich habe einen Freund bei mir, den ich gerne mitbringen würde.«
»Natürlich«, erwiderten seine Eltern. »Wir freuen uns, ihn kennenzulernen
»Da gibt es aber noch etwas, das ihr wissen solltet«, fuhr der Sohn fort.
»Er ist im Kampf wirklich entsetzlich verletzt worden. Er ist auf eine Landmine getreten und hat einen Arm und ein Bein verloren. Er weiß nicht, wohin er gehen soll und hat sonst niemanden, und ich möchte, dass er bei uns lebt.«
»Das tut uns aber leid, mein Junge. Vielleicht können wir ihm helfen, anderswo einen Ort zu finden, wo er leben kann
»Nein, Mutter und Vater. Ich möchte, dass er bei uns lebt
»Mein Junge«, sagte der Vater. »Du weißt nicht, um was du uns da bittest. Jemand mit einer derartigen Behinderung wäre eine schreckliche Last für uns. Wir haben unser eigenes Leben zu leben und können nicht zulassen, dass sich etwas Derartiges da einmischt. Ich denke, du solltest einfach nach Hause kommen und diesen Kerl vergessen. Er wird schon irgendwie zurechtkommen
An diesem Punkt legte der Sohn den Hörer auf und die Eltern hörten nichts mehr von ihm. Ein paar Tage später erhielten sie einen Anruf von der Polizei aus San Francisco. Ihr Sohn war gestorben, nachdem er von einem Hochhaus gefallen war, wurde ihnen gesagt. Die Polizei glaubte, es sei Selbstmord gewesen. Die gramgebeugten Eltern flogen nach San Francisco und wurden auf den städtischen Friedhof gefahren, um in der Leichenhalle ihren Sohn zu identifizieren. Sie erkannten ihn, doch zu ihrem Entsetzen entdeckten sie auch etwas, das sie nicht gewusst hatten. Ihr Sohn hatte nur noch einen Arm und nur ein Bein.

Die Eltern in dieser Geschichte sind wie viele von uns. Wir finden es leicht, die Gutaussehenden zu lieben oder diejenigen, bei denen es Freude macht, sie um sich zu haben. Doch wir mögen keine Leute, die uns Umstände machen oder dafür sorgen, dass wir uns unbehaglich fühlen. Wir halten uns lieber fern von Menschen, die nicht so gesund, schön oder klug sind wie wir.

Glücklicherweise gibt es auch heute noch eine Menge Menschen, denen andere Menschen nicht egal sind. Familienangehörige, Angestellte, ehrenamtliche und freiwillige Helfer, mit ihrem hohen sozialen Engagement, sind die Alltagshelden/innen unserer heutigen Zeit. Sie erleichtern uns das Leben enorm. Unverständlicherweise bekommen die Menschen, die viel für andere tun, da sind, und ihnen helfen, nicht die ihnen gebührende Anerkennung und kein angemessenes Gehalt für ihre Leistung. Dabei wäre die Welt ärmer ohne sie, – und wir extrem hilflos, wenn wir sie nicht hätten! Ihr sorgt für eine bessere Lebensqualität und entlastet unser Dasein sehr, egal ob wir jung oder in die Jahre gekommen sind. Wir nehmen es als selbstverständlich hin und schenken diesen guten Geistern keine oder kaum Beachtung. Aus der Gedankenlosigkeit werden wir erst herausgerissen, wenn wir diese wohltätigen Menschen selber brauchen. Deshalb sollten wir ihnen mit Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit begegnen.
Und vielleicht erinnern wir uns selber mal daran, – wenigstens ab und zu – was das Menschsein ausmacht.

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