Wer noch Träume, Pläne und Ziele hat, ist nicht alt!

26. Juli 2017 0
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Fortsetzung Teil 3

Wie gesagt, ich hatte vor, mich noch ein paar Jahre meinen Fähigkeiten entsprechend, in den Arbeitsmarkt einzubringen. Nach meinem durchgeführten Acht-Wochen-Runderneuerungs-programm fühlte ich mit fit wie nie, hätte Bäume ausreißen können, und schrieb eine Bewerbung nach der anderen. Ja, und dann musste ich feststellen, dass es in Deutschland faktisch keinen Arbeitsmarkt für Ältere mehr gibt! Nur in den Köpfen unserer Politiker ist diese Irrealität verankert. Bereits ab Fünfzig haben qualifizierte Kräfte kaum eine Chance auf einen passenden Job. Weil Älter sein mit Schwäche und teuer in Verbindung gesetzt wird. Anstatt mit Know-how, Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Qualität. Das muss erst einmal jemand mitbringen. Lebenserfahrung lernt man nun mal nicht auf der Uni. Mit einem umfangreichen Wissen und einem beachtlichen Schatz an Erfahrungen, beherrschen wir Techniken und verfügen über Fähigkeiten, die die jüngere Generation nicht mehr erlernt hat. Jedoch interessiert das die rein auf Profit fixierten Unternehmen nicht mehr. Die Zeiten, wo sich Arbeitgeber (Altväter) für ihre Mitarbeiter verantwortlich fühlten, sich um sie kümmerten, und auf Qualität setzten, sind schon lange vorbei. Wir Älteren sind quasi eine aussterbende Dinosaurierklasse.

Also was mache ich nun, mit meiner ganzen Energie? Wir stehen am Anfang unseres Lebensherbstes – na und? Sollen wir uns deshalb auf Oma/Opa sein, oder auf ehrenamtliche Tätigkeiten beschränken? Nein! Wir lassen uns unser Alter nicht auf die Stirn tätowieren! Und wir nehmen es nicht hin, systematisiert oder in eine Schublade gesteckt zu werden! Wer noch Träume, Pläne und Ziele hat, ist nicht alt! Umschwenken war meine Devise und andere Betätigungsfelder suchen!

»Hast Du nur kleine, kaum erwähnenswerte Ziele,
geschehen kleine Dinge.
Hast Du große Ziele, können große Dinge geschehen.«

Erst wenn Frau/Mann Träume, Pläne und Ziele aufgegeben hat, ist man in der Tat alt! Demzufolge nichts wie ran. Ob Frau/Mann über fünfzig, sechzig oder mehr gelebte Jahre hinter sich hat, bedeutet das nicht, sich geistig und körperlich zu vernachlässigen und abzusterben. Heißt aber auch nicht, dass Sie mit Siebzig, Achtzig noch die Wüste Gobi durchwandern, den Himalaya besteigen, den Ärmelkanal durchschwimmen, oder Fallschirmspringen sollten. Pläne und Ziele ja. Übertreibungen bitte nicht. Überlassen Sie Extremsportarten lieber den Adrenalinjunkies. Sie müssen sich und anderen nichts mehr beweisen, wenn Sie in Ihrer Mitte angekommen sind.

Der Jungbrunnen heißt: Leben, Lieben – und nicht leiden! Richtige, regelmäßige Bewegung, positive Einstellung zum eigenen Körper, zur Nahrungsaufnahme und Hautpflege, sind die besten Frischhalter. Machen Sie die Musik lauter, tanzen und singen Sie durch Ihre Wohnung. Und/oder melden sich zum Tanzkurs an und lernen Schrittkombinationen. Tanzen ist Träumen mit den Füßen, Fitmacher fürs Gehirn und Stimulanz für Herz und Seele. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Spaß.

Frau/Mann kann bis ins hohe Alter vielfältige Interessen und Freuden am Leben haben, herumalbern und ausgelassen sein, sowie körperlich beweglich und geistig fit bleiben. Dabei helfen auch Sport- und Wandervereine, Tagesreisen, Theater, Museen, Kunstausstellungen, Politisches und/oder Ehrenamtliches Engagement usw. usw. Wenn Sie unschlüssig sind, nutzen Sie die regionalen breit gefächerten Angebote. Anlaufstellen sind Bürgerbüros, Bildungs-einrichtungen und Seniorenberatungsstellen.

Nur sitzen Sie bitte nicht stundenlang vor dem Fernseher, und lassen sich mit irgendwelchen simpel gestrickten Massenserien berieseln. Das fördert die Verdummung, und nicht die Erneuerung Ihrer grauen Hirnzellen. Dauer-Fernsehen ist Kopfnarkotikum, schadet der Intelligenz und verursacht Bewegungsmangelerscheinungen. Auf, auf, nichts wie raus aus dem Haus, und unter Leute gehen.

Sollten Sie nicht mehr gut zu Fuß sein, gibt es auch für Sie Möglichkeiten der Abwechslung. Werden Sie initiativ und suchen Sie das Passende für sich im Internet oder Telefonbuch heraus: Netzwerke (z.B. www.feierabend.de), Betreuungs- und Fahrdienste, Hobby-Gemeinschaften, Clubs, Vereine, Frühstückstreffen, Lesezirkel, Gesellschaftsspiele- oder Handarbeitsrunden, VHS-Kurse etc.

Ebenso wird Ihnen Ihre Gemeinde garantiert einige Tipps geben können. Meistens gibt es schon in Ihrer Nachbarschaft Freizeitangebote und Menschen, die einsam sind und ebenfalls Gesellschaft suchen. Da könnten Sie dann zum Beispiel Fahrgemeinschaften für Ausflüge bilden, Kaffeeklatschrunden ins Leben rufen, gemeinsam Kochen oder Backen, Karten spielen, sich gegenseitig helfen oder den Garten pflegen usw.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Alltag mit zahlreichen Terminen und Tätigkeiten aufteilen, und Ihre Freizeit im Alter so lange wie möglich selbständig gestalten.

Wir schaffen das - älteres Pärchen
Bildurheber: Валерий Качаев

Fortsetzung >Wie wäre es mit einem Umzug?< Mi 26.07.2017

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