Positive Lebensgestaltung. Öfter sich was Gutes tun! Tapetenwechsel.

6. September 2017 0
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Wann haben Sie sich zuletzt was Gutes gegönnt? Zum Beispiel raus aus den eigenen vier Wänden, ab an die frische Luft, und neue Eindrücke in sich einfließen lassen? Das geht trotz kleinem Geldbeutel. Ob zu Fuß, mit Bus, Zug oder Auto.

Hier ein Vorschlag für einen Tagesausflug – aus dem Tagebuch von Marie-Luise:

Unsere alljährliche Sommerfestfahrt hatte stattgefunden, vom Club Treffpunkt aktiv. Das ist ein Damenclub. Herren sind leider Mangelware. Wenn sich ab und zu einer dazugesellte, ließ er sich kein zweites Mal blicken. Dreißig Frauen überfordern wahrscheinlich durch zu viel Weiblichkeit … Männer eben.
Wir treffen uns seit Jahren Freitagsabends zum Klönen, Spaß haben, Verabredungen absprechen, Pläne schmieden, Ausflüge organisieren und einiges mehr.

Keiner muss zu Hause versauern. Überall gibt es Clubs, die sich über Teilnehmer freuen. Sie müssen bloß den ersten Schritt tun … Isolation macht krank.

Die Tagestour war wie immer von mir durchorganisiert. Trotzdem war ich nervös, weil alles vom pünktlichen Erscheinen des gemieteten Busses abhing. Ohne Bus war das geplante Ausflugsprogramm nicht stressfrei zu schaffen. Mit dem Zug wären wir mit mehrmaligem Umsteigen drei Stunden unterwegs gewesen. – Dabei hatte ich nicht einmal Verspätungen oder Zugausfälle eingeplant, was man als DB-Kunde mit berücksichtigen müsste.

Prima, der Bus war pünktlich, und meine Nervosität machte freudiger Erwartung (geht die Planung auf?) Platz. Die erste Überraschung ging voll auf. Als nämlich eine Freundin von mir als sächselnde Nachfahrin von Genoveva auf einem Parkplatz zustieg. Ihre Geschichten brachten den geplanten Lacherfolg.
Das Wetter machte Hoffnung auf Sonnenschein und so fuhren wir frohgelaunt in die Vulkaneifel zum Laacher See / Maria Laach. Das im Bus verteilte Reiserätsel beschäftigte die Damen so sehr, dass der Busfahrer wahrscheinlich noch nie eine so stille Damen-Gruppe wie diese erlebt hatte.
Das leckere Frühstück im Seehotel, die Landschaft und das warme Wetter sorgten für gehobene Stimmung, Bewegungsdrang und Spannung, was da wohl weiter kommen mag (Frauen sind nicht neugierig sondern wissensdurstig).
Der Laacher See und seine Umgebung wurde 1935 zum Naturschutzgebiet erklärt – wegen seiner besonderen landschaftlichen Schönheit und Eigenart, und zum Schutz bzw. als Lebensraum seltener Pflanzen und Vogelarten.
Die mittelalterliche Klosteranlage Maria Laach, mit der sechstürmigen Kirche und dem prachtvollen Eingang, dem sogenannten Paradies, sowie dem restaurierten Kreuzgang, ist aus dem 13. Jahrhundert. Sie gilt als eines der schönsten Denkmäler der romanischen Baukunst aus der Salierzeit. Die Abtei gehört zu dem Orden der Benediktiner und soll eines der reichsten Güter dieser Art in Deutschland sein.

Anschließend fuhren wir zur Stadtbesichtigung nach MayenDas Tor zur Eifel“. Das historisch interessante Stadtbild wird durch die Genovevaburg aus dem 13. Jahrhundert, deren wuchtigen Goloturm, und vor allem durch das Wahrzeichen der Stadt, den schiefen (verdrehten) Turm der St. Clemenskirche, geprägt.
Nach der geführten Stadtbesichtigung stärkten wir uns bei Kaffee und Kuchen im Cafe Hartel, in der Nähe des alten Marktplatzes am Brückentor. Frisch gestärkt ging es direkt zur Besichtigung der Genovevaburg (Eifelmuseum). Im Burghof spielten sie gerade „Der Hauptmann von Köpenick“, und wir schlichen sehr leise durch die (leider) an diesem Tag nicht fertig eingeräumten Zimmer der Burg. Wir hörten uns die Geschichte von Genoveva an und stiegen dann in abgezählten Kleingruppen die altersschwache steile Treppe zum Turm hoch. Unsere Mühe und Atemlosigkeit wurde mit einem grandiosen Ausblick auf Mayen belohnt.
Abschließend ging es hinunter ins Schieferbergwerk. Wir nahmen die vielen Stufen abwärts in das Bergwerk ohne Murren in Kauf (keiner wollte in die Tiefe fahren), und waren beeindruckt von dem was wir vorfanden. Sehr interessant. An diesem Schauplatz hätten wir noch Stunden – ohne eine Phobie zu bekommen – verbringen können. Mit Schutzhelm und Gummimantel gesichert, stiefelten wir durch die Gänge. Der absolute Höhepunkt war die Lorefahrt (Animation) durch das Bergwerk! Wir kreischten und lachten wie die kleinen Kinder vor Freude und Nervenkitzel, was da so alles auf uns zugeflogen kam. Das brachte Gesprächsstoff für längere Zeit – und baldige Wiederholung wurde gefordert.
Einen Tag Laacher See und Mayen – das Vergnügen sollte sich jeder im Leben gönnen.
Nach diesem Adrenalinstoß fuhren wir zum Abendessen in das Historische Gasthaus Hammesmühle, in der Nähe von Schloss Bürresheim, welches wir uns vorher kurz von außen angesehen hatten. In dem urgemütlichen Gasthaus erwartete uns ein überaus hervorragendes Festmahl, worüber wir auf der Heimfahrt weiterhin schwärmten.
Wir haben uns fest vorgenommen, dass eine Wiederholung dieses Ausfluges stattfinden muss. Allein schon für Schieferbergwerk und Bewirtung in der Hammesmühle lohnt sich der Trip nach Mayen.

Wieder ging ein bezaubernder Tag viel zu schnell zu Ende, und wir fuhren am späten Abend, langsam wohlig müde werdend, Richtung Heimat. Im Bus wurde schließlich das Rätsel über den Laacher See und Mayen aufgelöst, wobei zwar alle Damen ihre Fragebögen abgaben, doch lediglich sechs wurden richtig ausgefüllt. Der Rest war leider fehlerhaft (abgeschrieben … na, na). Die Verlosung eines hübschen Souvenirs der Genovevaburg zwischen den sechs Damen, bildete den Schlusspunkt eines herrlichen Ausfluges.
Es war ein unvergesslicher, stressfreier Tag. Alle waren mehr als zufrieden und glücklich mit dem gelungenen Tagesablauf.

Wir haben mit dem Club schon diverse schöne Tagesreisen unternommen. Ob Haltern am See, Boppard, Kamp-Lintfort und Moers, Sondern mit Attendorn und Niederhelden, Xanten mit seinem Archäologischen Park oder eben jetzt, in die Vulkaneifel zum Laacher See. Jedes Mal war es eine wohltuende Auszeit und willkommene Entschleunigung vom Alltag. Es gibt unzählige reizvolle Ecken in unserer näheren Umgebung.

Gönnen Sie sich ab und zu einen Ausflugstag. Sorgen Sie für wunderbare Erlebnisse in Ihrem Leben. So etwas streichelt die Seele, lässt uns das Genießen nicht vernachlässigen, und gehört ebenfalls zur positiven Lebensgestaltung und dem unbeschwerten Älterwerden.

Alleine sollte Frau/Mann möglichst nicht fahren. In einer Gruppe macht es viel mehr Spaß! Und die Möglichkeit, sich gemeinsam an den Dingen zu erfreuen, zu reden und auszutauschen, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensfreude. Ohne Kommunikation und Miteinander vereinsamen wir. – Das wiederum wirkt sich auf die Zellen aus und lässt uns schneller altern.

»Die Macht der Kommunikation
ist eines der günstigsten und wertvollsten Geschenke,
die wir zur Geburt erhalten haben.«

Grupe von Alten und gesunden Menschen in der Natur
Bildurheber: alextype

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