Frau oder Weibchen? Deine Entscheidung!

17. Oktober 2019 0
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Beitrag einer Frauenbewegung, basierend auf ihren Recherchen vor ihrer Umfrage:
»Gibt es in Deutschland mehr Frauen oder mehr Weibchen?«
Werden hier Tatsachen beschrieben – oder wird bloß wieder verallgemeinert?

Wenn Frauen sich die Werbung, Sozialen Netzwerke und sonstigen Medien anschauen wird uns suggeriert, dass Männer und die Gesellschaft „Barbies“ bevorzugen und Frauen gefälligst jung, schlank, schön und sexy zu sein haben. Es werden höhere Schönheitsstandards bei Frauen angelegt als bei Männern. Jugendlichkeit ist gefragt. Das soll wahrgenommen werden, weil es hier um Milliardengeschäfte geht – aber es ist nichts weiter als vollkommener Blödsinn!

Wenn man bedenkt, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass Frauen systematisch von (Ehe-) Männern und Vätern abhängig gemacht und bedauerlicherweise von Müttern so erzogen wurden – Ehe, Kinder, Küche, Kirche -, wird es höchste Zeit, da weiterzumachen, wo unsere mutigen Vorkämpferinnen durch ihr Ableben aufhören mussten! Die Zeiten festzementierter Frauenrollen – sowie das Verallgemeinern, Frauen seien einzig nur auf ihr Aussehen bedacht – sind vorbei! Dieser alte Zopf gehört endgültig abgeschnitten!

Natürlich wird das nicht leicht sein, den Herren, der Gesellschaft und den Medien die seit Jahrhunderten gewöhnte uns aufgezwungene Männervorrangstellung, ihre Besitzansprüche an uns und ihr überholtes Frauenbild abzugewöhnen. Einerseits werden bei viel zu vielen noch Steinzeit- und Jägergene gepflegt, andererseits will Mann sich nicht profitable Geschäfte und Macht aus der Hand nehmen lassen. Unsere gesetzlich verankerte Gleichberechtigung wird immer noch untergraben.

Uns als gleichberechtigte und intelligente Frauen zu präsentieren wird uns besonders auch dadurch schwer gemacht, weil jede Menge unserer Geschlechtsgenossinnen den Männern ein falsches Bild vor Augen führen, indem sie nackt oder halb nackt in allen möglichen aufreizenden, peinlichen Posen im Kino, in den Zeitungen, im Fernsehen, im Internet und sonst wo den Appetit von Männern anregen (sollen oder wollen), wo viele fälschlicherweise glauben, dass Frauen kleine Dummchen sind, die nur darauf warten von ihnen bewundert und angefasst zu werden. Die darstellenden Frauen halten das für Kunst, für normal, für Werbung, für ihr Geschäft, tun es für Geld, für ihre Karriere, für ihr Ego, sind exhibitionistisch veranlagt oder wollen auffallen. Dabei sind sie einfach zu dumm, um zu merken, dass sie zu nichts Weiterem als zu Produkten entwertet werden und für volle Kassen einiger Profiteure sorgen.

Was sich an Nacktheit, Posenmanie, Schönheitswahn, Verblendung und Verdummung in Jahrzehnten (gewollt?) in den Massenmedien ausgebreitet hat, stuft Frauen herunter auf Beiwerk der Männer. Hervorragende Leistungen von Frauen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden (wenn sie überhaupt einmal erwähnt werden) als normal und selbstverständlich hingestellt, oft jedoch herabgewürdigt oder belächelt. Da überflutet man das Volk doch lieber mit aufreizenden Frauenbildern.

Welches Bild der Frau wird da vermittelt? Gleichstellung? Intelligenz? Kompetenz? Anerkennung? Wertschätzung?

Nein! Frauchen kümmert sich darum, schön, schlank, jung, sexy und modisch up to date sich der (Männer-) Welt zu präsentieren, hilft dieser Perfektionismushysterie mit dicker Schminke, Spritzen und Skalpell nach, und will es den verherrlichten, zurechtgebastelten Pseudoprominenten gleichtun. Persönlichkeitsverstümmelung und Individualitätsverlust in Vollendung. Massenweise fallen Frauen auf eine Gruppe schwerverdienender, verantwortungsloser Blender/innen herein, die ihnen eine Welt mit Schönheiten und retuschierten Traumfiguren vorgaukeln, die es so in Wirklichkeit überhaupt gar nicht gibt! Sich einmal dahinzuträumen, ist eine Sache, nur sollten Frauen nicht die Realität verdrängen. Weder haben Frauen von Natur aus solche Maße und makellose Schönheit, noch entsprechen sie der gesunden Normalität. Diese Schwindler/innen lachen sich über so viel Frauennaivität kaputt und erfreuen sich ihrer millionenschweren Bankkonten.

Wie lange wollt ihr euch noch verkohlen und unter Druck setzen lassen?

Freilich soll das jede Frau für sich selber entscheiden, ob sie ein individueller, selbstbestimmter, sich zugetaner Mensch ist, oder sich als Kunstprodukt sklavenmäßig und fremdgesteuert ungesunden Schönheitsnormen unterwirft und manipulieren lässt. Uns tun die jungen Mädchen leid, die in diese künstliche Welt hineinwachsen und es als normal erachten, derartigen idealisierten »Scheinbildern« nacheifern zu müssen, was zunehmend krankhafte Züge annimmt.

Mittlerweile haben wir doch starre Plastikgesichter und zurechtoperierte Figuren genug herumlaufen, die eigentlich abschrecken müssten … Aber scheinbar geht es nicht mehr um natürliche Ausstrahlung in dieser Fassadengesellschaft. Was danebenging, wird geflissentlich nicht gezeigt sondern unterschlagen.

Schade, wenn Frauen den Bezug zu sich selber verlieren.

Bitte jetzt keinen Aufschrei meine Damen und extrem werden: »Sollen wir Frauen etwa nur noch in Sack und Asche herumlaufen?« NEIN, selbstverständlich nicht! Das ginge zudem total am Thema vorbei. Sich zu pflegen, dezent zu schminken, aufzuhübschen und vorteilhaft zu Kleiden gehört zu unserem Wohlfühlsein. Jedoch sind ausufernde Optimierungswünsche, wie auch den unerotischen »Kleiderständern« mit ihren tapezierten Knochen und maskenhaften Gesichtern nachzueifern, absoluter Unsinn. Wo bleibt denn da die Weiblichkeit? Die Lebensfreude? Der Spaß an Mode für jede Figur?

Was ist so schlimm daran, wenn Körper, Gewicht und Aussehen nicht dem absurden Bewertungsmaßstab einer Handvoll selbsternannter Schönheitsvertreter entsprechen, sowie ein paar drollige Dellen und gern entbehrliche Ringe sich um die Figur schlingen? Kein Grund zu kollabieren. Schließlich ist das kein Speck, sondern erotische Nutzfläche!
Da knechten sich Frauen und Mädchen, nur weil eine Minderheit Retortengrazien als »schön« propagiert, um so richtig Kasse machen zu können. Lassen wir uns etwa auf Äußerlichkeiten reduzieren und zu modellierten Marionetten domestizieren? NEIN!
(Wir reden hier auf keinen Fall von Korrekturen aufgrund von Unfällen, Geburtsfehlern oder Krankheiten.)

Frauen müssen sich nicht verbiegen, auch nicht graue Mäuschen sein. Ebenso müssen sie vor allem nicht erst abnehmen (herunter hungern), oder sich sonst wie künstlich verändern, um geliebt und ernst genommen zu werden. Sie sollten zulassen, sich selbst so zu lieben wie sie sind und authentisch bleiben. Sich wohlzufühlen sollte oberste Priorität haben und nicht als Kopie durch das Leben zu gehen!

Es gab schon immer irgendwelche Schönheitsideale und nackte Frauen, ebenso Frauen, die es lieben als Lustobjekt Männer zu provozieren. Allerdings ist es in unserer heutigen Zeit um etliches extremer geworden. Befreiung, Chancengleichheit und Selbstbestimmung sehen anders aus!

Wer meint das mitmachen zu müssen, bitteschön, darf sich aber dann z. B. nicht über sexuelle Belästigungen beklagen. Und wenn Frauen meinen, nackte Haut gehöre zum Geschäft, sollten sie vielleicht einmal darüber nachdenken, was Selbstachtung und Verantwortung bedeuten.

Niveau ist keine Creme! Ein bisschen mehr Stil und weniger Klischee. Ein bisschen mehr geheimnisvoll und weniger exhibitionistisch. Ein bisschen mehr Ich-Aufwertung und weniger Fremdverehrung. Das wäre ein guter Anfang auf dem Weg zur eigenen Wertschätzung. Eleganz heißt nicht ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben.

Wir Frauen sind weit mehr als nur (nackte) Körper und Oberflächenoptik!

»Du bist nicht nur das, was man anfassen kann,
du bist auch all das, was sich in deinem Kopf befindet.
Das macht dich einmalig und wertvoll
und genau genommen unbezahlbar!«

Wir überlassen es eurer Fantasie, wie es wäre, wenn es umgekehrt wäre. Wenn diese zugenommene Schwemme von entblößten, posenden und zur Schau gestellten Frauenkörper Männer wären … Meint ihr wirklich, dass (bis auf einzelne Ausnahmen) die Männerwelt sich je dazu herablassen würde?
Auf diese Art und Weise, liebe Frauen, werdet ihr nicht ernst genommen und dümpelt auch in Zukunft als Weibchen dahin. Ihr werdet auf das reduziert, was ihr von euch präsentiert.

Was würde denn passieren, wenn es diese öffentliche Zurschaustellung nicht mehr geben würde? Ginge die Welt dann unter? Oder wären die Köpfe für Wesentlicheres frei?

Sehr dumm empfinden wir es außerdem, dass sich zu dem Schönheitswahn ein Pendant entwickelt hat, wo Frauen meinen, nun in aller Öffentlichkeit (besonders im Internet) »das wahre Leben« präsentieren zu müssen. Das eine wie das andere sind Extreme und bringen uns Frauen nicht wirklich weiter. Auch die letzten Geheimnisse und Intimitäten in die Öffentlichkeit zu tragen und preiszugeben, oft, um ja viele Likes in den Sozialen Netzwerken zu erzielen, oder Aufmerksamkeit in den Medien zu erhalten (egal, wie peinlich das rüberkommt), ist unklug.

Ob Geburten, wie man vorher und nachher aussieht, Fotos, wie sie ihre Babys stillen, intime Berichte, öffentliche Beichten und geschmacklose Fotos: Was bleibt da noch an Tabus übrig? Das ist eine Tyrannei der Intimität, anstatt über allgemeine Interessen zu debattieren.

Geburten sind Wunder (keine Banalität!), die nur wir Frauen erleben dürfen. Es ist völlig unwichtig, wie wir vorher und nachher aussehen. Wir sollten dieses große Glück genießen und bewahren, und das Baby/Kind nicht der Öffentlichkeit aussetzen. Wenn alle alles wissen sollen, gehen Fantasie, das Geheimnisvolle, die Romantik und die Träume verloren. Wollt ihr etwa ein verkonsumiertes, mechanisch abgespultes Leben, von der Öffentlichkeit begleitet und breitgetreten? Warum muss so vieles um uns herum zwanghaft seziert, gezeigt und als normal hingestellt werden? Habt ihr keine anderen Sorgen?
Baut Frauennetze/Seilschaften/Hilfesysteme im realen Leben auf, wie es die Männer seit Jahrhunderten tun. Auf diese Art und Weise könnt ihr euch gegenseitig helfen und mit verteilten Aufgaben – euren Fähigkeiten entsprechend – unterstützen. Euch nur in der digitalen Welt auszutauschen bringt kaum etwas. Das wahre Leben findet NICHT in den Sozialen Medien statt!

Liebe Eltern, erzieht eure Töchter bitte nicht zu oberflächlichen Modepuppen, sondern zu starken Frauen, die ihren selbstbestimmten Weg gehen können, damit sie sich später nicht in einer Scheinwelt verlieren. Ja, es ist schwer diesem enormen Werbe-Schönheits-Hype an jeder Ecke zu entgehen.

Liebe Frauen und Mädchen, wollt ihr erst später im Alter erkennen, dass es nicht darauf ankommt wie „aufgebrezelt“ eure äußere Hülle aussieht (bzw. zurechtgebastelt ist), sondern dass die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Wertschätzung über allem steht?

Jede Frau ist auf ihre Art und Weise ein Genie. Macht was Sinnvolles daraus. Vielleicht steckt auch in euch eine: Marie Curie oder Maria Montessori oder Clara Zetkin oder Annette von Droste-Hülshoff oder Clara Schumann oder Käthe Kollwitz usw. usw.
Vielleicht seid ihr die nächste Bundeskanzlerin, Präsidentin, Nobelpreisträgerin oder eine Koryphäe in eurem Wunschberuf …

DANKE, wer bis hierhin gelesen hat. Die Umfrage war 2018. Natürlich fiel das Ergebnis positiv aus. Die Mehrheit im Lande besteht aus starken und gepflegten Frauen, die sich nicht auf ein Weibchen reduzieren lassen. Leider schweigen sie und machen sich zu wenig sichtbar. So erhalten Minderheiten in den Medien eine breite Plattform und können sich so richtig austoben, manipulieren und verallgemeinern.

Lasst uns dafür sorgen, dass Leistungen von Frauen im Beruf, in der Öffentlichkeit und in den Medien mehr Aufmerksamkeit erfahren!!! Die Überflutung mit darstellenden Weibchen muss ein Ende haben!

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