1 Bleiben Sie lange gesund und gönnen Sie sich eine wohltuende Auszeit!

8. November 2017 0
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Bei all unserem beruflichen und privaten Engagement müssen wir auf unser Wohlbefinden Wert legen. Ihr Körper wird es Ihnen danken, wenn Sie sich ab und zu einfach mal eine noch lange nachwirkende Wohlfühl-Wellness-Erholungs-Verwöhn-Woche für Körper, Geist und Seele gönnen. Eine Auszeit, ein Seelenaufwärmer, raus aus dem Alltag.

Der Trend geht zu mehreren Urlauben im Jahr hin. Mal ein verlängertes Wochenende, oder eine Woche öfter im Jahr irgendwohin fahren, oder zu Hause relaxen. Das entscheiden wir nach unseren Interessen und den finanziellen Möglichkeiten. Die Frage ist nur, was tue ich dabei für mich? Was tut mir gut? Wobei habe ich eine optimale Erholung? Wie lange zehre ich nach der Rückkehr davon im (Arbeits-) Alltag?
Die Urlaubszeit ist eine Phase, wo wir ganz bewusst eine Auszeit einlegen können, um uns vom Alltag zu erholen, und die Batterien neu aufzuladen. Im Idealfall ist der Urlaub eine Zeit, in der wir einmal größere Distanz zu unserem normalen Tagesablauf aufbauen. Und genau das bietet uns die Chance, uns selbst ein wenig zu reflektieren.
Reisen geben uns die Möglichkeit, unser ICH besser kennenzulernen. Ebenso die Gelegenheit, uns weiter zu entwickeln. Dafür müssen Sie keine weiten oder teuren Reisen unternehmen, sondern den Platz finden, wo Sie Erholung körperlich spüren, Menschen kennenlernen, neue Dinge entdecken oder wieder wahrnehmen. Unklug wäre: »Urlaub ist eine anstrengende Beschäftigung, den man erst zu genießen beginnt, wenn er vorbei ist.«

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich einen nachhaltigen (Wellness-) Urlaub gönnen möchten, haben wir mal drei Möglichkeiten (von vielen) für Sie ausprobiert, die wir allen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen, mit gutem Gewissen empfehlen können: Greetsiel, Bad Bertrich und Cochem.

Kommen Sie einfach mit auf die Reise, und lesen, was Marie-Luise in ihrem Urlaubstagebuch festgehalten hat.

Teil 1 – Greetsiel (Krummhörn – Nordsee)

Bei strahlendem Wetter ging es ab in die Ferien. Eine Woche Wellnessurlaub! Wir (eine Freundin und ich) wollten uns in Greetsiel erholen, und mal den ganzen Alltagsstress hinter uns lassen. Vorher fuhren wir noch über Osnabrück/Hagen, um uns dort mit energetischen Steinen für Daheim einzudecken. Verteilt auf zwei Etagen sind Tonnen feinster Edel-Steine. Wahnsinn diese gewaltige Auswahl! Welche sollte ich da bloß nehmen? Mir verursachte diese enorme Energie Kopfschmerzen und ich war froh, als es, mit ein paar Steinen im Gepäck, endlich Richtung Norden ging.
Als wir in Greetsiel ankamen, im Vitalis-Hotel unsere hellen großzügigen Zimmer sahen, und später beim Spaziergang ein ganz bezauberndes Fischerdörfchen vorfanden, waren wir hin und weg. Ein romantisches Kleinod.
Es gab eine Menge zu sehen und zu entdecken. Kleine Geschäfte in beschaulichen Fischerhäuschen luden zum Stöbern ein. Schmale Gassen verbargen behagliche Mini-Teestuben. Lauschige Hinterhofterrassen forderten zum Verweilen auf. Es grünte und blühte prachtvoll, und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Da ging einem völlig das Herz auf.
Das Hotel und der Service entsprachen absolut unseren Erwartungen. Wir fühlten uns sofort wohl und sehr gut aufgehoben.

Am nächsten Morgen sind wir vor dem Frühstück zum Deich gelaufen. Und das mir, wo ich so gerne lange ausschlafe, besonders im Urlaub. Ich war um 7.00 Uhr schon putzmunter und hatte im Tiefschlaf, Fenster weit offen, die Nacht verbracht. Herrliche Morgenluft, unendliche Weite und wohltuende Stille erwarteten uns, ein Genuss einfach geil, – würden die etwas jüngeren Semester sagen.
Anschließend genossen wir eine ganze Stunde vergnügt das umfangreiche und delikate Frühstücksbuffet. Danach relaxte ich bis zu meiner ersten Wellnessbehandlung im Strandkorb auf dem Balkon. Ein Sprudel-Aromabad und eine Ganzkörpermassage erwarteten mich. Mir kamen im Wellnessbereich strahlende und entspannte Menschen entgegen. Scheint ihnen sichtlich bekommen zu sein – also ein zusätzlicher Pluspunkt für dieses Hotel mit seinem traumhaften Sauna-Wellness-Bereich.
Meine Behandlung war ein voller Erfolg. Mein Gott, was ging es mir gut! Schwebend erreichte ich mein Zimmer, und nach einem kleinen Mittagsschläfchen machten wir uns erneut auf ins Städtchen. Wir spielten auf der Minigolfanlage und sahen uns das Schwimmbad Oase an. Vom Hotel aus sind das fünf Geh-Minuten, na sagen wir lieber zehn Spazier-Minuten. Klein doch fein ist das Schwimmbad.
Kaffee und Kuchen wurden verspeist, dann bummelten wir langsam zum sechshundert Jahre alten Hafen. Ein friedliches Bild. Dieser idyllische Hafen mit seinen Krabbenkuttern und seiner historischen Häuserzeile war anziehend und bunt. Bei unserem nächsten Besuch werden wir mal fragen, was denn eine Slipanlage ist (stand so auf einem Schild im Hafen) …? (Zuhause bei Wikipedia nachgesehen: Eine Slipanlage ist eine schräge Ebene, auf der Boote vom Land in das Wasser gelassen werden können. – Ja, Reisen fördert das Wissen …)
Nach dem ausgezeichneten Abendessen begaben wir uns mit (vorerst) einem Glas Rotwein zur Terrasse in die Strandkörbe und ließen die Seele baumeln. Laue Luft. Die Gedanken gingen auf Wanderschaft. Wohlfühlwoche in der Realisierungsphase. Wunderbar.
Morgens wollten wir das schöne Erlebnis vom Vortage wiederholen, und waren schon sehr früh strammen Schrittes zum Deich unterwegs. Das Wetter war ideal und wir atmeten tief die klare Luft ein. Erholung pur.
Anschließend verspeisten wir in aller Ruhe das appetitliche Frühstück, und dann begann auch schon meine drei-Tage-Thalasso-Verwöhnkur. Meersalzschaumpeeling, Meerwasserbrandungsbad und Ganzkörperalgenbehandlung entgiften und entschlacken den Körper und ergeben eine gepflegte Haut. Wohlig schlendernd und angenehm müde begab ich mich hinterher Richtung Schlafkoje zur Mittagsruhe.
Später ging es ab in die Sonne (gut eingecremt natürlich). Wir schipperten eine Stunde mit einem etwas betagten, offenen Boot – nannte sich Historische Kanalfahrt – durch die Greetsieler-Kanäle und hörten interessiert dem Vortrag des Kapitäns zu. So ein bisschen erinnerte mich das an die Grachtenfahrten in Amsterdam. Die Sonne brannte … Sonnenschutz und ein Sonnenhut waren unverzichtbar. Wäre zu dieser Stunde ein Akkordeonspieler mit an Bord gewesen, der Shanties gesungen hätte, das Glücksgefühl wäre übergeschäumt.

Nach der Sauerstoffzufuhrfördernden Kanalfahrt war selbstverständlich als Nächstes eine kleine Stärkung fällig. Wir gingen zu dem niedlichen betagten Minihaus The Huis und setzten uns lässig draußen vors Haus. Straßencafeflair und malerisches Hafenpanorama hielten uns gefangen, doch nicht davon ab, die Empfehlung der Gäste aufzugreifen, einen Windbeutel und Kaktus-Tee zu bestellen (also kein Cappuccino, sondern Tee – irgendwo sollten wahrhaftig Kalorien eingespart werden …). Jawohl, es gab dort Kaktus-Tee! Noch nie gehört und keine Ahnung was uns da erwartete. Jedenfalls dachten wir, Tee fängt zumindest die Sünde des Süßen auf (klar, Einbildung ist alles). Was dann jedoch auf uns zukam war ein riesiges Etwas mit Eis, Erdbeeren und Sahne. Eine phantastische Köstlichkeit, und die guten Vorsätze – wehret den Anfängen, das heißt Dezimierung der Kalorien – schmolzen dahin wie das Eis in der Sonne. Na ja, und der Kaktus-Tee (ganz ohne Stacheln), sicherlich verträglich, doch Kaffee hätte mir dazu besser geschmeckt. Frau kann eben nicht (immer) alles haben. Ab und zu ist Bescheidenheit angesagt … sagt wer?
Wer schon einmal beim Heilfasten war, würde bei dieser fabelhaften Windbeutel-Kreation keinen Gedanken an die Pausen mit Wasser, Tee und Apfelschorle verschwenden.
Abends nach dem schmackhaften Pasta-Buffet, gingen wir mit unserem bekömmlichen Rotweinchen wieder auf die Terrasse und träumten in den Sternenhimmel hinein.
Übrigens, mein Gesundheitsprogramm hatte ich uneingeschränkt beibehalten. Die Säftchen und Zutaten fanden sich alle in der Minibar auf unseren Zimmern. Nix da, meine Lieben, keine falschen Vorstellungen … In diesem rauchfreien Hotel findet man keinen Alkohol in der Minibar! Sondern äußerst nahrhafte Wässerchen, und in kleinen Fläschchen bekömmlichen Vitaminsaft. Alkoholisches (Zellgift) gibt es in der Hotel-Bar … Ab und zu abends so einen winzigen Absacker, Dämmerschoppen, Magenspüler, fördert nicht nur die Kommunikation mit anderen Hotelgästen …
In der Früh fuhren wir mit dem Fahrrad zum Leuchtturm. Das Wetter war nach wie vor Sommersonnenwarm, und die laue Seeluft machte übermütig. Wir manövrierten uns klingelnd mitten durch eine am Deich grasende Schafherde, die uns blökend großmütig Platz machte. An einem See vorbei, Richtung Leuchtturm, war die Ruhe körperlich spürbar. Zurück fuhren wir gegen den (lauen) Wind. Sogar ich, die seit Jahren kein Fahrrad mehr gefahren war, genoss die morgendliche Fahrt. Wer sich hier nicht erholt … dem ist nicht zu helfen.
Das ausgiebige Frühstück genehmigten wir uns auf der geräumigen Terrasse unterm Sonnenschirm. Die Sonne strahlte warm, hell und verheißungsvoll in den Tag hinein. So war das pure Urlaubsfeeling geradezu vorprogrammiert.
Bevor ich zu meiner Thalasso-Kur ging, probierte ich die entdeckte Hydrowasserbettmassage aus. Einfach klasse! In einem abgedunkelten Raum, auf dem Rücken auf einem warmen Wasserbett liegend (ohne seekrank zu werden), wurde ich mehrmals von oben bis unten, und von unten nach oben, mit Rollen wohltuend zehn Minuten durchmassiert. Herrlich! Danach wollte ich das täglich genießen. Schnell huschte ich noch in den Fitnessraum (sollte ich zumindest mal gesehen haben), rasch die Geräte ausprobiert, und schon ging es avanti zur nächsten Algenbehandlung. Die riesige Badewanne mit dem Meerwasserbrandungsbad (nennt sich Hydrojet) war der absolute Renner – eine Sensation für sich. Ich war begeistert. Das wäre genau die richtige Wanne für mein Badezimmer Daheim, wenn es das Ausmaß von 20 qm hätte …
Mittags war es mittlerweile so heiß, dass wir erst nachmittags ins Städtchen und zum Hafen aufbrachen. Das aufgekommene Windchen machte die Hitze erträglich. Viele Fischkutter hatten im Hafen angelegt. Dieses stimmungsvolle, postkartenwürdige Bild prägte sich ein, und gebannt verfolgten wir das bunte Treiben. Wir erlaubten uns ein üppiges Eis mit Sahne und liefen gemächlich zum Hotel zurück.
Dort erwartete uns ein umfangreiches, leckeres Meeresbuffet mit allerlei appetitanregenden Fischen. Gott sei Dank kein Tintenfisch, igitt, stelle ich mir jedes Mal bildlich vor. Im Schatten auf der Terrasse verputzten wir das Festmahl und freuten uns, dass es uns hervorragend ging.
Die Daheimgebliebenen mussten derweil arbeiten und eine schwüle Hitzeglocke über sich ergehen lassen.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, ich hin zur Hydrowasserbettmassage, kurze Stippvisite im Fitnessraum und ab ging es zur letzten Algenbehandlung. Rein in die Wanne, hinterher Algenpackung, dann die Krönung, – eine herrliche, guttuende Ganzkörpermassage mit warmen Algenölen. Eine geeignetere Steigerung, etwas Gesundes für seinen Körper zu tun, gibt es nicht. Völlig locker und wohlig warm, räkelte ich mich anschließend genüsslich im Strandkorb, nicht angreifbar für Stress, Ärger, Sorgen oder andere negative Erscheinungen. Meine Batterie lud sich weiter auf und im Geiste schlug ich selig Purzelbäume.
Die Mittagsruhe verbrachten wir bei der Hitze faulenzend und Cappuccino schlürfend im Strandkorb – ohne Kuchen, stark, was …? Jedoch bloß, weil keiner mehr da war.
Abends nach dem Barbecue und einem Verdauungsspaziergang, brachte uns ein ausgedehnter Regenschauer eine erfreuliche Abkühlung.
Morgens ging es nach dem behaglichen Frühstück schnurstracks zum Hafen, wo ein Hafenkonzert mit dem Duo Leuchtfeuer uns alle in Tanz-Stimmung brachte. Die beiden Jungs spielten nicht übel. Die Sonne schien so heiß, dass wir uns in den Schatten mächtiger Bäume verdrückten und uns auf erfrischende Apfelschorle besannen. An diesem angenehmen Plätzchen war die Musik ebenfalls prima zu hören, und wir summten leise mit.
Wir bummelten noch durch die schnuckligen Geschäfte, doch bald zog es uns ins Hotel zurück, zu Cappuccino, kuschligem Strandkorb und Hydrowasserbett. Nachdem ich mir das zweimal hintereinander gegönnt hatte, gammelten wir bis zur Abendmahlzeit auf der Terrasse. Genüsslich verspeisten wir das köstliche Menü, zogen uns auf unsere Zimmer zurück, um, na logisch, einen Pilcher-Film (Seelenbonbon) anzusehen. Zum Heulen romantisch, ich liebe Happy-Ends. »Wir Frauen haben eine achtspurige Autobahn, um unsere Gefühle auszuleben. Männer dagegen nur eine Landstraße.« Im Grunde genommen verdient jeder Tag ein glückliches Ende. Zufrieden schlief ich in den neuen Morgen hinein, auf den wir uns sehr freuten.

Fortsetzung Teil 2 (folgt Mi 15.11.)

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