Alterszipperlein gehören nicht zu unseren Freunden!

16. August 2017 0
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Wehwehchen sind weder willkommen, noch müssen sie gehätschelt und gepflegt werden. Denen kann man nämlich entgegenwirken.

Wenn unsere (Ur-) Großeltern wüssten, dass wir bei kleinsten Beschwerden in die Apotheke laufen, und uns mit Medikamenten zuschütten, würden sie befremdet die Köpfe schütteln. Was unsere Omas an Hausmitteln nutzten, ist in unserer Zeit leider fast vergessen. Sie mussten ohne den ganzen Pharma-Schnickschnack auskommen, und wussten sich trotzdem sinnvoller zu helfen als wir heute.

Um ein Auto viele Jahre problemlos fahren zu können, muss es regelmäßig zur Inspektion, zum Ölwechsel, zur Wagenpflege und zum Tanken. – Ist doch logisch, oder? Je älter der Wagen wird, desto mehr achten wir auf beständige Wartung und Pflege. Was ist uns wichtiger? Das Auto oder unsere Gesundheit?

Bei uns Menschen steht die Inspektion für das regelmäßige Durchchecken beim Arzt (Hausarzt, Internist, Zahnarzt, Gynäkologe etc.). Ölwechsel für gesunde Ernährung und problemlose Verdauung. Wagenpflege für Haut- und Körperpflege, Tanken für ausreichende Bewegung und reichlich frischer Luft.

(Auf-)Tanken bedeutet auch: Ausspannen, sich glücklich fühlen, Kräftigung, Ruhe, stressfreien Urlaub verbringen, und was für sich zu tun. Nicht so viel aufregen, Probleme sofort angehen (es sind Herausforderungen und keine Einbahnstraßen), und optimistisch durch die Welt gehen. Sich bereits an kleinen Dingen erfreuen, und sein Lebensglück nicht ausschließlich vom Geld abhängig machen. All das zieht den Alterungsprozess enorm in die Länge. Wir verzögern ihn außerdem dadurch, dass wir etwas mehr Disziplin an den Tag legen, einen ausgedehnteren Pflegeaufwand betreiben, und eine Spur mehr an Konservierungsstoff verwenden, als mit Zwanzig. Nur wer von uns will noch einmal zwanzig Jahre jung sein …?

Gymnastik im Alter ist wichtig und macht Spaß
Bildurheber: stylephotographs

Klar, ab und zu plagt uns mal das eine oder andere Zipperlein. Na und, – wird kommentarlos schnellstens beseitigt, besser gesagt ausgepflegt, und nicht noch zusätzlich irgendwas hineininterpretiert. Wenn es jedoch andauert, oder Sie Schmerzen haben, quälen Sie sich nicht und lassen sich helfen. Fragen Sie Ihren Arzt was los ist, und bitten darum, Sie über die Maßnahmen ausführlich aufzuklären. Manche Ärzte haben dazu oftmals keine Muße, weil das ihr Zeitbudget sprengt. Bestehen Sie auf Antworten, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, oder misstrauisch werden. Seine Zeitnot darf Sie nicht verunsichern. Stellen Sie konkrete Fragen, kurz und knapp. Schweifen Sie aber nicht ab, vermeiden Sie vom Höckchen aufs Stöckchen zu kommen. Das würde dem Arzt wirklich seine Zeit rauben. Verlassen Sie das Behandlungszimmer erst dann, wenn Sie zufriedenstellend informiert wurden, und nicht das Gefühl haben, abgewimmelt worden zu sein. Aufklärung muss sein, damit Sie nicht verängstigt werden. Sonst laufen Sie Gefahr, williges Opfer der Pharmaindustrie zu werden.

Woran Frau/Mann erkennt, dass man alt ist? Wer keine Ziele, Träume, Pläne mehr hat, keine Strategien mehr entwickelt und kein soziales Netz aufgebaut hat. Ebenso, wer aufhört zu hoffen und anfängt in Erinnerungen zu verweilen.

»Wer in Hoffnung lebt, tanzt ohne Musik

Wer an der Vergangenheit mehr Freude hat, als an der Gegenwart und Zukunft, ist betagt. Grübeln über Vergangenes ist Gift für Ihr Wohlbefinden. Und nichts macht schneller alt, als der dauernd vorschwebende Gedanke, dass man älter wird. Wie stehen Sie dazu? Ist Alter eine Frage von Jahren oder von Ihrer Einstellung? Es ist nie zu spät. Entschließen Sie sich jetzt (wenn bisher nicht geschehen), im Kopf jung und vital zu sein und zu bleiben. Ihr Körper wird Ihnen dann bereitwillig folgen, und keine Lust auf Alterszipperlein haben.

Nur mal so für zwischendurch aus dem Tagebuch von Marie-Luise, eine kleine separate Geschichte für die Selbstzweiflerinnen …

Vor längerer Zeit war mal ein interessanter Beitrag der BBC im Fernsehen, über etwas mollige Frauen und ihre Oberweiten. Mein Gott, wenn Frau sich auf nur ein einziges Figurteil konzentriert / reduziert, und ihr Erscheinungsbild nicht so akzeptiert wie es nun einmal ist, logisch, dass da Probleme vorprogrammiert sind.
Ist ja wohl verständlich, dass ich sofort meine Figur nachgemessen habe. Trotz Rundungen habe ich sogar noch eine Taille … Meine Maße wären (laut Modediktaturmaßstab) ideal … Wenn ich 20 cm größer wäre … Aber was ist schon ideal? Reine Ansichtssache.

»Menschen an denen nichts auszusetzen ist,
haben zwei – allerdings entscheidende Fehler,
sie sind uninteressant und langweilig«.

Was diese BBC-Fachleute so über einige Möglichkeiten des guten Körpergefühls von sich gaben, ist uns im Grunde genommen natürlich völlig klar … Mit der Wahrnehmung hapert es dabei nur ab und zu …

  • Erstens: Akzeptiere und liebe dich so wie du bist! – Das ist die beste Lösung.
  • Zweitens: Ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung! Das ist der beschwerlichste, dennoch der wirkungsvollste Weg. Die haben hilfreiche Übungen gezeigt, wie Fett verbrannt werden kann (habe ich sofort in meine Gymnastikstunden umgesetzt). Wobei man wissen sollte, dass gezielt auf ein Körperteil eine Fettverbrennung unmöglich ist. Wenn Fett verbrannt wird, dann am ganzen Körper, bzw. dort, wo Fett angesammelt wurde. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns in Mucki-Buden abrackern müssen. Es gibt wunderbare, gezielte Gymnastikübungen, die, wenn es geht, täglich gemacht werden sollten. Voraussetzung ist, dass die Übungen altersgerecht sein müssen, damit der Körper, die Knochen und die Muskeln nicht leiden und Schaden nehmen.
  • Drittens: Schönheitsoperationen – Ich rede hier auf keinen Fall von Korrekturen aufgrund von Unfällen, Geburtsfehlern oder Krankheiten. Hervorragend, dass die Mediziner da immer erfolgreicher helfen können. Einen großen Dank an diese qualifizierten Chirurgen. Sich die Dellen und Fettreifen wegschnibbeln/-saugen zu lassen, Botox zu spritzen oder Lifting mit dem Skalpell, ist für viele Frauen/Männer schon fast zum Selbstverständnis geworden. Ich halte das für eine enorme Persönlichkeitsverstümmelung. Was haben diese Menschen für ein mangelhaftes Selbstwertgefühl? Ihre angeborene und wertvolle Individualität für den schönen Schein zu verschleudern! In den Medien sehen wir fast täglich diese starren Plastikgesichter, mit ihren zurechtgebastelten Figuren.

Lassen Sie sich Ihre Einzigartigkeit nie nehmen! Marionetten gibt es schon genug. Freilich soll das jeder selber für sich entscheiden, ob er ein individueller, selbstbestimmter, sich zugetaner Mensch ist, oder sich als Kunstprodukt sklavenmäßig und fremdbestimmt den Schönheitsnormen unterwirft und manipulieren lässt. – Von einer Gruppe schwerverdienender Blender, die uns eine Scheinwelt vorgaukeln, mit Schönheiten und Traumfiguren, die nicht nur wirklichkeitsfern sind, sondern vor allem der gesunden Normalität widersprechen und absurde Krankheiten hervorrufen.

Für die Zufriedenheit mit unserem Körper sind wir ganz alleine zuständig. Ein bisschen mehr Disziplin … wünsche ich mir … ich arbeite weiter daran.

Ältere Dame auf Rolle
Bildurheber: Bela Hoche

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