2. Ein bisschen Bewegung muss schon sein …

19. Juli 2017 0
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Fortsetzung Teil 2

Also, was habe ich getan? Unverzüglich packte ich es an und wurde mein eigener Gesundheitsmanager. Ich dachte mir einen Generalüberholungsplan aus. Ein Acht-Wochen-Frühjahrs-Fitness-Programm hatte ich mir auf die Fahne geschrieben – und keine Diät! – Möchte ich hier nur mal festgehalten wissen. Ich will demnach entschlacken, auf vernünftige ausgewogene Ernährung achten, Süßigkeiten minimieren, sowie für vermehrte Bewegung sorgen, also täglich ein Sportkurzprogramm mit Entspannungsübungen absolvieren. Gleichzeitig probierte ich einen Jungerhaltungsenergiecocktail und ein Vitalmüsli aus. Beides auf Naturbasis ohne Chemie/Gift (Rezepte folgen in einem der nächsten Beiträge). Kein Kasteien… Etwas mehr Disziplin… – Ja, ja, mein innerer Schweinehund lachte sich kaputt.

Schweinehund

Zwar trainiere ich seit mehr als zwanzig Jahren einmal in der Woche eine Gymnastikgruppe, aber das alleine reicht an Bewegung beim Älterwerden nicht aus. Optimal wäre natürlich zusätzlich Schwimmen zu gehen, Wassergymnastik, Fahrradfahren, Wandern, oder einfach täglich eine halbe Stunde straff spazieren gehen. Dadurch verliert Frau/Mann nicht nur an Körperfülle, sondern schlägt auch dem Alterungsprozess ein Schnippchen. Wenn da nur nicht das gemütliche Sofa wäre … Schokoladenpudding, Kuchen, Chips und sonstige Fettrollenfördernde Kalorienbomben.

Die Seele braucht eben ihre Streicheleinheiten

»Wikipedia: Eine Ausrede ist das Vorbringen eines nicht zutreffenden Grundes für einen vermeintlich oder tatsächlich tadelnswerten Umstand

Mein Gott, ist ja gut … Man kann es auch anders ausdrücken: Ausreden sind die Baldriantropfen für ein momentanes Vergessen von guten Vorsätzen …

Jeder Couchpotato weiß natürlich in seinem Innersten, dass er seinen Bewegungsdrang wesentlich erhöhen müsste, dann würden unter anderem auch die Pfunde purzeln. Wenn nur die Selbstdisziplin nicht so schwer zu erarbeiten wäre … Andererseits, was wäre das Leben ohne unsere kleinen, liebenswerten Schwächen? Ziemlich öde, oder?

»Älterwerden ist nichts für Feiglinge« (blöder Spruch übrigens). Trotzdem braucht es Frau/Mann nun mal nicht zu forcieren. Deshalb gehört zur positiven Lebensgestaltung bei uns Älteren ebenfalls eine etwas zeitintensivere Haut- und Körperpflege als in jungen Jahren, um das Beste für sich herauszuholen. Schließlich steckt in jeder gepflegten Haut ein apartes Gesicht – auch beim Älterwerden! Haut- und Körperpflege ist vor allen Dingen Gesundheitsvorsorge. Und Pflege besteht eben aus vielseitiger Ernährung (Fastfood meiden), ausreichender Bewegung, und individueller Behandlung von außen (Cremen Sie noch oder pflegen Sie schon?).

Los ging es mit ein paar Wochen verstärkten Maßnahmen für die Schönheit, den Geist, die Seele und die Figur … Und was Frau sonst noch so für wichtig hält …

Ich habe entschlackt, auf vollwertige Lebensmittel geachtet, jeden Morgen meinen Jungerhaltungsenergiecocktail getrunken, eine Pflegeintensivkur durchgezogen, und täglich ein Bewegungsprogramm absolviert. Damit habe ich meinen Organismus auf Trapp gebracht, und die Fettzellen in ihre Schranken verwiesen, wobei der Mensch ganz ohne Fettzellen nicht leben kann. Wahrscheinlich könnte ich mein überladenes Lagerhaltungssystem schneller dezimieren, aber jede Art von Übertreibung wäre ja wiederum ungesund …

Nicht nur, dass ich die acht Wochen prima durchgehalten habe, verlängerte ich das Programm aufgrund der erfreulichen Ergebnisse auf ein Jahr. Danach waren meine Depots im Körper voll aufgeladen, ich fühlte mich fit wie nie, und wiederhole das Ganze jährlich im Frühjahr acht Wochen, und im Herbst acht Wochen.

Die Erdanziehungskraft ist zwar mit zunehmenden Lebensjahren naturgegeben (hoch leben die Ausreden), doch gefühlsmäßig wird der Körper etwas fester und man nimmt ganz, ganz langsam ab.

Nach einiger Zeit der gesunden Lebensführung und des Trainings stellt man körperlich und geistig fest, wie fit wir drauf sein können (Vergesslichkeit und Zipperlein ade). Und so ganz nebenbei verliert man so manche Sucht – bei mir war es die Schokolade.

Heute stehe ich morgens ohne zehn Minuten Gymnastik nicht auf. Gewöhnt man sich an wie Zähneputzen. Diese paar Minuten Lebenszeit sollte sich jeder gönnen und angewöhnen. Man merkt sehr schnell, es macht munter, fit, fest und beugt der Unbeweglichkeit und den Wehwehchen vor. Im Grunde genommen wollen wir doch alle mindestens bis zu unserem neunzigsten Lebensjahr gesund, munter, schmerzfrei und beweglich bleiben. Dafür müssen wir uns nicht stundenlang in Fitnessstudios herumquälen, Pillen schlucken oder kräftezehrende Sportarten über uns ergehen lassen.

Fortsetzung >Träume, Pläne, Ziele< folgt am Mi 26.07.2017

verdienter lebensherbst

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