1 Muss heutzutage mit Lupe, Chemiebuch und Taschenrechner eingekauft werden …?

6. Dezember 2017 0
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Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bedanken uns ganz herzlich für die vielen Zuschriften, Anregungen, Fragen und Ihr positives Feedback auf unsere Beiträge.

Heute fangen wir damit an, Ihre vielfältigen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Tipps aus den Zuschriften, sowie Erfahrungswerte aus unserem Kreis, helfen Ihnen sicherlich in Ihrem Alltag weiter.

Das werden wohl mehrere Beitragsteile werden. Wir werden die Beiträge möglichst „kurz“ halten, damit Sie, in der manchmal sehr stressigen Vorweihnachtszeit, in einer kleinen Pause lesen können.

Pflege- und Kosmetikprodukte

Was sollen Frauen/Männer von der geschönten Werbung halten, wenn die Produkte bei längerem Gebrauch unsere Gesundheit schädigen? Zurzeit ist sogar in den Medien die Diskussion, dass viele synthetische Konservierungsstoffe nicht nur unser Hormonsystem angreifen. Die zunehmende Unfruchtbarkeit soll auch damit zusammenhängen. Es ist ja nicht nur ein Pflege-/Kosmetikprodukt, was wir täglich benutzen, sondern es ist der „Cocktaileffekt“ von mehreren Artikeln, die von der Industrie mit Stoffen versehen werden, die uns Menschen schaden. Von beschleunigten Zulassungen, ohne jede Nutzenbewertung, profitieren nur die Hersteller, ohne Beachtung für den Schutz der Menschen.
Mittlerweile kriegen wir schon „einen dicken Hals“, wenn wir alle paar Monate diesen in den letzten Jahren massiv gewachsenen Produktveränderungswahnsinn sehen. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Kundenwünschen, Nachfragen oder Dienstleistung zu tun. Vorwiegend sind die „neuen“ Produkte lediglich anders, teurer, – allerdings nicht besser! Oftmals wurde/wird nur ein weiteres Häppchen Chemie hinzugefügt, oder die BIO-Schiene vorgeschoben.

Dabei brauchen wir zur täglichen Pflege überhaupt nicht massenweise Pflege- und Kosmetikprodukte. Sondern eine kleine bedachte Auswahl würde ausreichen.

Wie umgehen wir also diese Chemiebomben? Mit NICHTKAUF! Wenn Sie blindlings weiter kaufen, wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, die Hersteller schieben weiterhin „Kundenwünsche“ vor (seit wann wollen wir Kunden KRANKmachende Produkte …???)

Kaufen Sie nicht mehr vertrauensvoll und blind! Stress und Zeitmangel sind Ausreden. Was sind Sie sich und ihrer Gesundheit wert? Probieren Sie aus, welche Kosmetik-Pflege-Produkte für Sie geeignet sind. Die teuersten sind nicht immer die Besten. Wichtig ist, auf die Inhaltsangaben zu achten! Es ist massenhaft nicht zu empfehlende Chemie auf dem Markt. Zum Beispiel sind parabenhaltige Erzeugnisse schon lange in der Kritik. Parabene/Konservierungsmittel nimmt der Körper auf. Sie wirken wie weibliche Hormone und greifen damit in den Hormonhaushalt von Frau und Mann ein. Im Internet finden Sie entsprechende Giftlisten mit Zusatzstoffen, von denen Sie die Finger lassen sollten. Fachleute, wie Hautärzte und geprüfte Kosmetikerinnen, beraten Sie gerne. Greifen Sie möglichst zu Naturprodukten. Jedoch auch hier muss auf die Zusammensetzung geachtet werden. Nicht überall wo Natur oder Bio draufsteht, trifft das zu. Ob Kosmetik, Pflegemittel, Seife, Bodylotion, Haarwaschartikel oder andere Produkte, – Kontrolle ist heute Gesundheitsvorsorge! Und wenn Sie einmal zufrieden sind, bleiben Sie dabei und experimentieren nicht herum.

Wir wissen, heutzutage ist es erforderlich, mit Lupe und Chemiebuch, wie auch mit einem Taschenrechner, zum Einkaufen zu gehen. Hinzu kommt, dass, wenn wir zufriedenstellende Produkte gefunden und über viele Monate benutzt haben, diese plötzlich nach und nach aus den Drogerie- und Supermärkten, Apotheken, Reformhäusern, Läden etc. wieder verschwinden. Überwiegend wird uns dann eine Eigenmarke präsentiert. Oder es ist ein neuer Lieferant mit ähnlichem Erzeugnis, oder ein Hersteller hat abermals ganz „innovativ“ was Neues zugemischt, die Verpackung verändert, oder den Inhalt reduziert. Für uns ist das Kundennötigung, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen (das schlimme Wort systematische Verbrauchervera……. wollen wir hier nicht ausschreiben).

Nehmen Sie sich die Zeit, die für Sie richtigen Produkte (Waren aller Art) auszuwählen und zu kaufen. Sollten Sie diese irgendwann im Laden nicht mehr vorfinden, lassen Sie sich keine neuen, bzw. „überarbeiteten“ Fabrikate aufzwingen, sondern protestieren Sie mit Nichtkauf. Ausnahme ist: Wenn Sie es für eine wirkliche Verbesserung halten. Kritische Kunden wehren sich gegen das zwangsweise Aufdrängen von nicht gewünschter Ware durch Liegenlassen.

Wir waren viele Jahre gute Kunden in dm-Märkten. Als wir kaum noch unsere gewünschte Ware in den Regalen vorfanden, haben wir die dm-Zentrale angeschrieben. Nachstehend ein Auszug der Antwort:

»Bis vor einigen Jahren war es so, dass wir eine strikte Vorauswahl getroffen haben, bevor wir ein Produkt in unser Sortiment aufnahmen. Das haben wir dahingehend geändert, dass wir heute stärker als zuvor die Kunden über den Erfolg oder Misserfolg einer Neueinführung oder Produktumstellung entscheiden lassen. Konkret bedeutet dies, dass wir ein neues oder ein verändertes Produkt schnell einkaufen, um es unseren Kunden zu präsentieren. Wir entscheiden dann vorab einen Zeitraum, in dem das Produkt den Zuspruch der Kunden finden sollte oder nicht. Falls das Interesse unserer Kunden deutschlandweit zu gering ist, nehmen wir das Produkt wieder aus dem Sortiment

Aha, so sieht das also aus. Wir Kunden müssen zu Testzwecken herhalten! Lassen wir uns als Versuchskaninchen missbrauchen? NEIN!

Recherchieren Sie im Internet, wo Sie Ihre Wunschware weiter kaufen können. So verlagert sich unser Kaufverhalten zwar gezwungenermaßen Richtung Internetversand, doch was bleibt uns anderes übrig, wenn wir uns gegen Warendiktatur vor Ort wehren wollen? Wenn da nicht bald ein paar Unbelehrbare aufwachen, gehen dadurch in Zukunft nicht nur Arbeitsplätze verloren.

Nebenbei bemerkt: Arbeitsplatzverluste bzw. Geschäftsschließungen passieren auch, wenn Sie sich vor Ort vom Fachhandel eingehend beraten lassen, aber anschließend, weil es preisgünstiger erscheint, die Gegenstände online bestellen. Wir finden das sehr unfair. Ganz davon abgesehen, dass es uns lieber ist, unsere Ansprechpartner vor Ort zu haben, als irgendwo anonym in der Welt, würden wir, wenn wir ein Geschäft hätten, für jede Beratung mindestens 10 Euro verlangen, die bei Kauf natürlich verrechnet werden.
Wir wollen doch nicht, dass kleinere Geschäfte vor Ort schließen müssen, und die Innenstädte bzw. Einkaufsstraßen durch Billigketten zugepflastert werden, deren Ware, sagen wir mal überfreundlich, Qualitätsmängel aufweisen? Auf Gesundheitsverträglichkeit wollen wir erst gar nicht näher eingehen …
Wer immer noch denkt, für wenig Geld viel Wert zu erhalten, lebt nicht nur wirklichkeitsfern, sondern vernichtet auch Arbeitsplätze, unterstützt die Ausbeutung der Menschen in armen Ländern, und schadet zudem häufig der eigenen Gesundheit, und die der Kinder und Enkel gleich mit.

E-Nummern haben keinen guten Ruf. Zu Recht: Zusatzstoffe können zu Allergien führen und Krankheiten auslösen. Aber welche E-Nummern sollte man wirklich vermeiden? Bis 1993 waren in Deutschland nur 265 E-Nummern zugelassen. Die Angleichung der Gesetze in der EU hat dazu geführt, dass inzwischen über 300 verschiedene E-Nummern verwendet werden dürfen.

Hier eine kleine LINK-Auswahl. Mittlerweile gibt es unzählige Infos im Netz.

https://utopia.de/ratgeber/lebensmittel-zusatzstoffe-e-nummern-liste/

https://www.bll.de/de/lebensmittel/zusatzstoffe/liste-lebensmittelzusatzstoffe-e-nummern

http://www.blondblog.de/gefahrliche-inhaltsstoffe-in-kosmetik-liste-aluminim-sls-peg/

Fortsetzung folgt

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